
Der Finanzdirektor der Diözese Augsburg, Klaus Donaubauer (54), legte gestern sein Mandat als Vorsitzender des Weltbild-Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder, meldet die Augsburger Allgemeine: „Der Streit um die inhaltliche Ausrichtung der katholischen Verlagsgruppe Weltbild hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt“, kommentiert das Blatt.
Die Zeitung zitiert Insider: „Er (Donaubauer – d. Red.) wolle … seinen Kopf nicht länger hinhalten, dass Weltbild unterschiedslos alles versendet, was der deutsche Buchmarkt auch an Scheußlichkeiten produziere. Der Rücktritt könnte ihm aber auch dringend nahegelegt worden sein.“
Die Weltbild Teilhaber sind zwölf deutsche Bistümer, das Katholische Militärbischofsamt und der Verband der Diözesen Deutschlands. Schon 2009 wollten die katholischen Gesellschafter die Verlagsgruppe verkaufen, konnten aber den erhofften Erlös nicht erzielen [mehr…].
Diplomkaufmann Donaubauer gehörte dem Aufsichtsrat seit 18 Jahren an und führte die vergangenen sieben Jahre den Vorsitz. Bistumssprecher Kremser sagte der Augsburger Allgemeinen zu Donaubauers Rücktritt, er könne „sicher nur als eine erste persönliche Konsequenz verstanden werden“.