
Stephanie Martin wird heute 50 Jahre alt. Lübbe-GF Klaus Kluge gratuliert der Ullstein-Vertriebsleiterin zum runden Geburtstag:
Das Schöne an unserer Branche ist ja, dass sie frei von Neid und Missgunst ist. Und so gönne ich es dem Ullstein Verlag und in Sonderheit meinem sehr geschätzten Kollegen Christian Schumacher-Gebler von Herzen, dass Stephanie Martin ihr Herz an Berlin und ganz offenbar auch an diesen Verlag inmitten der Hauptstadt verloren hat. Und allen Lockrufen des Rheinlands stets tapfer widerstand.
Nun denn. Dass Stephanie eine der Besten unter den Vertriebskoryphäen des Landes ist, hat sich herumgesprochen, und es wäre müßig, dafür jetzt Beispiele ins Feld zu führen. Reden wir von etwas anderem. Erinnern wir uns an einen dieser Momente, die, weil denkwürdig, auf lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Wann genau und wo, ist gar nicht so entscheidend; es muss wohl im Herbst 1998 gewesen sein und im schönen Ambiente des Garibaldi Weinkontors in der Froschammer Straße in München, als Stephanie M. ihre wahre Rolle fand.
Zu später Stunde und aus Anlass der Vertretertagung, die sich dem Ende entgegenneigt, war es damals Brauch und Sitte, dass Kollegen aus dem Außendienst die Kollegen aus Lektorat, Vertrieb und Presse beim Abendessen mit kleinen Darbietungen erfreuten, oft spontan, gelegentlich auch einstudiert. Jener Abend war ein besonderer Abend, denn Droemer Knaur und Weltbild hatten just fusioniert, oder waren, wie wir damals sagten, eine strategische Allianz eingegangen und hießen nun Droemer-Weltbild, und wir fühlten uns jung und stark und zu Höherem berufen.
Da, zwischen Vorspeise und Hauptgang, betrat Stephanie Martin die Bühne, in Begleitung von Melanie Bauermann, beide im Außendienst tätig, aber für den Abend ungewohnt gekleidet – Stephanie als Pfarrer, Melanie als Ministrant. Und sie trugen Fürbitten vor – gerichtet an die Geschäftsführung, an den Pressechef, die Vertriebs- und die Marketingleitung. Und wie sie so ihre Ermahnungen und Fürbitten im schönsten Versmaß vortrugen, wurde allen Anwesenden schlagartig bewusst, dass ein Zeitenwechsel eingesetzt hatte. Jetzt also war es auch der Glaube, der angetreten war, Berge zu versetzen.
Stephanie Martin blieb dem Verlag treu, auch, als er sich wieder in Droemer Knaur zurückentweltlichte, und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie zur Key Accounterin avancierte und in dieser neuen Funktion das ihre dazu beitrug, den Verlag vertrieblich weiter nach vorne zu bringen. Für mich war es immer ein Gewinn, mit dieser so lebensklugen wie lebenslustigen Frau auf Reisen zu gehen, sei es zu Einkaufsbörsen, auf Kundenseminare oder zu Filialeröffnungen. Hony soit qui mal y pense – zu zweit macht so etwas eben mehr Spaß und der Sache dient es auch. Und so war es für Droemer wohl ein Verlust, als Ullstein rief und Stephanie Martin diesem Ruf folgte.
Als Vertriebsleiterin hat sie in dem ganz neu aufgestellten Haus in der Friedrichstraße viel bewegt, erst unter Klaus Füreder, dann unter Christian Schumacher-Gebler. Dass ihr die Erfahrungen als ausgelernte Sortimenterin (erst in der Braunschen Buchhandlung in Karlsruhe, heute ist dies Haus Geschichte; dann bei Gemini in Wiesbaden, heute ebenfalls Geschichte) dabei den Weg geebnet haben, steht außer Zweifel. Ob sie ihr Weg dermaleinst doch noch nach Köln führt, steht in den Sternen. Damit aber lässt sich leben. 50 Jahre, ein halbes Jahrhundert, sind keine Zeit. Und wenn eines diese unsere Branche auszeichnet, dann sind es: Geduld und Zuversicht. Alles Gute zum Geburtstag, Stephanie!
Kontakt: stephanie.martin@ullstein-buchverlage.de
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