Einen bewussten Umgang mit der Digitalisierung regte Dr. Miriam Meckel, Professorin für Corporate Communication und Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen zum Auftakt der Jahrestagung des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren im Börsenverein(AKEP) in Berlin an.
„Eine mögliche Konsequenz der Digitalisierung unserer Lebenswelt liegt darin, dass wir menschliches Ermessen zugunsten von Berechenbarkeit unseres Denkens, Verhaltens und unserer Leistungsfähigkeit reduzieren“, sagte Meckel im Rahmen ihrer Keynote. „Damit reduzieren wir auch unsere kreativen Gestaltungsfähigkeiten und die Freiheiten, die wir uns selbst gewähren können.“
Das Thema der AKEP-Jahrestagung lautet „E-Teams – agil und flexibel im Netz“. Wie arbeiten wir in Zukunft zusammen? Wie sehen neue Stellenprofile im Verlagsbereich aus? Welche Fähigkeiten sind gefragt? Impulse dazu geben u.a. Dr. Gernold Frank, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, und Annika Hartmann (Bastei Lübbe). Noch bis morgen Vormittag gehen die Teilnehmer den Chancen und Herausforderungen der Buchbranche durch die Digitalisierung in Vorträgen und Workshops nach.
Zum Beginn der Jahrestagung stellte AKEP-Sprecher Hans Huck die Neuausrichtung des AKEP Awards vor: Der AKEP wird erstmals am Jahresende die größte verlegerische Leistung im Bereich Elektronisches Publizieren national/international mit dem AKEP Award auszeichnen. „Der AKEP Award zeichnet die besten elektronischen Produkte aus, die derzeit am Markt sind. Mit dem AKEP Award 2011 halten wir damit an dem etablierten E-Publishing-Preis fort, möchten aber mit der veränderten Ausrichtung neue Akzente setzen“, sagte Huck.