Ingrid Sammüller(Edition XXL) hat jetzt nach Tosa (im Vorjahr) auch den Neuen Kaiser Verlag aus Klagenfurt übernommen [mehr…], wie wir vorhin gemeldet hatten.
Das war Anlass für Fragen an die Verlegerin aus dem Odenwald:

Foto: Ilona Surrey
Vor einem Jahr Tosa, jetzt Kaiser… In einem Alter, da sich andere zur Ruhe setzen, starten Sie richtig durch….
Ingrid Sammüller: Sie spielen darauf an, dass ich im März 60 wurde? Das trifft mich nicht: Wenn man 60 ist wird man ruhiger und gelassener, da macht es doch erst so richtig Spaß!
Der Markt ist schwierig, ist das nicht ganz schön mutig?
Sicher ist der Markt nicht einfach, aber was ist schon einfach!? Wir haben eine klare Strategie, von der wir uns nur abbringen lassen, wenn uns einer das Gegenteil „beweisen“ kann. Wenn man das Wort „Service“ nicht vergisst sind die Kunden dankbar. Einer unserer Stärken ist die eigene Auslieferung, mit der wir natürlich sehr beweglich sind.
Das ist Ihre Stärke?
Unsere eigentlich Stärke ist, dass wir ein reiner Familienbetrieb sind. Mein Mann ist für die Logistik verantwortlich, mein Schwiegersohn verantwortet den Vertrieb, meine Tochter steuert die Herstellung und ich rühre überall ein bisschen mit. Im Haus sagt man, ich wäre der Finanzminister und der Junior Felix mischt den ganzen Laden auf. Wenn alle in die gleiche Richtung rudern, ist das wirklich schön und gibt unglaublich Kraft. Außerdem haben wir sehr gute und loyale Mitarbeiter auf die wir uns verlassen können!
Wie unterscheiden Sie sich von Ihren Mitbewerbern?
Ich denke, dass wir uns schon alleine dadurch unterscheiden, dass uns jeder kleine Auftrag willkommen ist. Es ist uns wichtig, dass man unsere Titel nicht bei jedem Discounter findet. In den Bereichen sind andere Verlage stärker, da lassen wir die Finger einfach weg. Der Buchhandel sagt dafür „danke“.
Sie reden nie über Umsätze. Wieviel Umsatz machen Sie denn jetzt?
Im Zweifelsfalle immer zu wenig.
Die Fragen stellte Christian von Zittwitz







