Hier die komplette Lösung des Rätsels [mehr…]: Die Geschichte des Herder-Verlags ist eng mit der der katholischen Kirche verbunden. Als Gründungsdatum gilt der 27. November 1801, an dem der aus Rottweil stammende Verleger und Drucker Bartholomä Herder (1774–1839) vom Konstanzer Fürstbischof Karl Theodor v. Dalberg zum Hofbuchhändler in Meersburg berufen wurde.
Im Jahre 1808 verlegte Herder den Sitz seines Unternehmens nach Freiburg im Breisgau. In verschiedenen badischen Städten wie Karlsruhe entstanden Tochterfirmen und Zweigniederlassungen, die erste Auslandsfiliale 1833 in Paris, die aber nur bis 1840 bestand.
Nach dem Tod des Gründers führte dessen Sohn Benjamin Herder zusammen mit seinem Bruder Karl Raphael Herder das Unternehmen; Letzterer schied 1856 aus, um das Jodbad Tölz aufzubauen.
Auf Benjamin Herder (1818–1888) folgte sein Sohn Hermann Herder sen. (1864–1937), der ohne männlichen Erben verstarb. Unter seiner Regie wurde ab 1910 das „Rote Haus“ in Freiburg als Verlagssitz errichtet. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Hermann Herders einziges Kind, Elisabeth Herder, heiratete 1925 Theophil Dorneich (1898-1987), der den Namen Herder-Dorneich annahm. Er war von 1937 bis 1962 Chef des Unternehmens. Beider Sohn Hermann Herder (geb. 1925) führte den Verlag von 1962 bis 2000. Er legte den Namenszusatz Dorneich ab. Verleger des Freiburger Hauses ist nunmehr Manuel Herder (geb. 1966), der in sechster Generation an der Spitze des Verlages steht.
Im Frühjahr 2011 verschickte Herder unter seinem Namen folgende Vorschauen: Geschenkbuch – Glaube/Gemeinde/Theologie – Hörbuch/Musik – Pädagogik – Sachbuch & Religion – Sonderpublikationen – Taschenbuch , ferner Vorschauen folgender Imprint-Verlage: Karl Alber – Kerle Kinder- und Jugenduch – Kreuz.
Die Geschichte des Verlages ist vorbildlich dokumentiert in den Broschüren Bartholomä Herder 1774–1839 sowie Der Verlag Herder 1801-2001. Hermann Herder hat über seine Verlagsarbeit und das, was das Haus Herder seit seiner Gründung ausmacht, in dem Buch Fährmann zwischen den Ufern in einem Gespräch mit Michael Albus ausführlich Auskunft gegeben (Freiburg/Basel/Wien: Herder 2006).