Wie soeben bekannt wird, hat Dr. Otto Schmidt die Dr. Arthur L. Sellier & Co. KG Wissenschaftliches Verlagskontor übernommen. Demnach haben beide vereinbart, dass die Übernahme zum 1. Januar 2011 erfolgen soll.
„Dieser Unternehmenserwerb ist eine optimale Ergänzung des Programms unserer Verlagsgruppe um einen im Markt führenden Großkommentar. Der ‚Staudinger‛ ist zudem schon seit vielen Jahren bei juris wie auch bei beck-online – dort ab 2011 mit Exklusivlizenz – online bestens eingeführt. Zugleich bietet sellier. european law publishers einen innovativen Ansatz für ein international-rechtliches Programm“, kommentiert Prof. Dr. Felix Hey, persönlich haftender Gesellschafter des Verlags Dr. Otto Schmidt, die Übernahme.
Die Exklusiv-Lizenz des Staudinger bei beck-online tritt auch erst am 1. Januar 2011 in Kraft und wird auch so bestehen bleiben, heißt es aus dem Verlag Dr. Otto Schmidt. Bisher haben die Kölner ihre Inhalte bei juris eingestellt. Erkennbar wird aber, dass die Konzentration weiter voranschreitet und sich der Streit um die Digitalisierung der verbleibenden Großwerke verschärft.
Erst im letzten BuchMarkt-Heft hatte sich Nachfahre Patrick Sellier dazu geäußert, warum er die Verlagsgeschäfte selbst nicht weiterführen will. Die Verlage seien zu unflexibel für ein Geschäftsmodell, das zukunftsweisend ist.
Von Seiten der Veräußerer sagt Dr. Arthur L. Sellier: „Für die Familie Sellier war entscheidend, dass der Charakter eines Familienunternehmens, der Standort und die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter erhalten bleiben sowie das hohe Qualitätsniveau der Verlagsprogramme weiterhin sichergestellt ist. Diese Voraussetzungen sehen wir beim Verlag Dr. Otto Schmidt als optimal erfüllt an.“
Eine Veränderung der bisherigen Strukturen des Verlagsunternehmens Sellier infolge des Gesellschafterwechsels ist der Mitteilung zufolge nicht geplant, Sellier & Co. behalte seinen angestammten Sitz in München, die Verlage würden unter ihrem bisherigen Namen fortgeführt, heißt es dort.