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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – ein Interview mit Ian McEwan und mehrere Nachrufe auf Swetlana Geier

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Ich halte Kernkraft für das kleinere Übel“: Autor Ian McEwan auf zwei Seiten im Interview, warum er viele Umweltschützer für Romantiker hält und wie das Internet die „existenzielle Stille“ eines Autors beim Schreiben stört. Ihn nervt, das man in Diskussionen und Interviews nicht diskutiert, sondern es nur darum geht, seinen Standpunkt zu behaupten. „Es ist völlig verrückt.“ Sein jüngstes Buch Solar erschien bei Diogenes.

„Blutroter Persilschein“: Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat zusammen mit ihrem Manager ein Buch über ihren Dopingfall geschrieben.

„Am historischen Ort“: Alfred Grosser redet heute in der Paulskirche zur sogenannten Reichsprogromnacht. In den letzten Jahren hat Grosser kritische Äußerungen Richtung Israel ausgeteilt und so werden auch diesmal wieder Schlagzeilen erwartet.

„Der Aufheber“: Ein Bericht über Ernst Jüngers schätze im Literaturarchiv Marbach.

„Hasenbrot einer Utopie“: Monika Marons Essays, Zwei Brüder, S. Fischer, kreisen um die Einheit vor 20 Jahren.

Und wenn Sie wissen wollen, wo sich unser Onliner Ulrich Faure derzeit rumtreibt, das sagt Ihnen die FR heute im Veranstaltungsteil: Er ist heute abend in der Frankfurter Romanfabrik wieder in Sachen Albert Vigoleis Thelen (Briefe 1929-1953, DuMont) unterwegs.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das Kreuz mit der Symbolik“: Lukas Hartmann verwandelt den Unterhaltungsroman in eine moralische Anstalt von einigermaßen ästhetischen Wert. „Betonung auf einigermaßen“. Es geht um Finsteres Glück, Diogenes.

„Highway zum Hörsaal“: María Amparo Escandón verfährt sich in in ihrem Buch González & Tochter, Trucking Company (Edition Köln) philologisch.

„Eine Kampfansage gegen die körperfeindlichen Strukturen in der arabischen Welt“: Joumana Haddad setzt sich mit dem Bericht ihrer Selbstbefreiung in Wie ich Scheherazade tötete (Hans Schiler Verlag) forsch zwischen alle Stühle, macht sich weder mit den Klischees westlicher Islamkritik noch mit jenen der arabischen Apologetik gemein.

„Aus Muslimen müssen freie Bürger werden“: Necla Kelek schreibt in einem langen Essay, warum der Islam anders zu Deutschland gehört als viele meinen.

Anne Weber erhält den diesjährigen Kranichsteiner Literaturpreis. Zuletzt erschien Luft und Liebe (S. Fischer).

„Wie bezahlen wir morgen im Internet?“: Im Wirtschaftsteil ein Bericht darüber, dass Mikrozahlungen die Zukunft gehört und welche technischen Systeme inzwischen dazu ausprobiert werden. Außerdem Hartmut Ostrwski vor einer Medienkonferenz in Avignon weiter optimistisch, im Netz bald Geld zu verdienen. Spekuliert wird, dass 2015 der Anteil der E-Books bereits bis zu 20 Prozent am Umsatz ausmachen könnte. Und die französische Regierung gibt Karten an Jugendliche aus, mit der Musik im Internet nur noch die Hälfte kostet und außerdem Zeitungsabos vergünstigt werden. Viel gebracht habe das nicht für das Abo-Aufkommen, wird ein französischer Journalist zitiert.

Süddeutsche Zeitung

Wojciech Kuczok hat einen Hang zu klaren Titeln: Lethargie heißt sein neuer Roman, verlegt bei Suhrkamp. Soll laut Ina Hartwig aber nicht so genial sein wie sein Debüt Dreckskerl.

Klingt vielversprechend: Michel Foucaults Schriften zur Politik Kritik des Regierens, Suhrkamp sind laut Dirk Lüddecke eine „Werkzeugkiste zum Weiterdenken“.

Und Hans-Jürgen Balmes gedenkt Swetlana Geier.

Die Welt

„In Papiergewittern“: Eine Besichtigung von Ernst Jüngers Nachlass im Marbacher Literaturarchiv wird dem Menschen Jünger nicht gerecht, findet Heimo Schwilk. Er hat 2007 die Biografie Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben, Piper verfasst. Bei KlettCotta gibt es dazu ganz frisch die Bildbiografie Ernst Jünger. Leben und Werk in Bildern und Textenvom selben Autor.

„Abstimmung mit dem Besen“: Laura Ewert gratuliert Bibi Blocksberg zum 30.Geburtstag und macht die kleine Hexe verantwortlich für die aktuelle Demonstrationslust der Deutschen.

Und dann gibt es noch einen Kommentar zum Prix Goncourt an Michel Houellebecq für La Carte et le Territoire. Das Buch hat sich in Frankreich bereits 200.000 mal verkauft. Die deutsche Übersetzung Karte und Gebiet erscheint im März bei DuMont.

Elmar Krekeler hat den Nachruf auf Swetlana Geier, die „Frau mit den fünf Elefanten“ verfasst.

Financial Times Deutschland

Vorsicht mit Google Maps, zurück zur guten alten Karte! Soldaten von Nicaragua sind aus Versehen in Costa Rica einmarschiert, weil Google Maps die Grenzen falsch eingezeichnet hat.

„Amazon macht in Windeln“: Der Onlinehändler übernimmt sich den führenden Internetanbieter von Babyprodukten und lässt sich das fünf Jahre alte Start-Up 545 Mio. Dollar kosten.

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