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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Enthüllungen über Peter Handke, der noch zu Kriegszeiten bei Radovan Karadzic in Pale war

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Selbstbestimmung der Muslime“: Lassen sich universelle Menschenrechte aus der Scharia begründen? Der Abdullahi Ahmed An-Na’im stellt „Vorüberlegungen zu einem unvollendetem Projekt“ an, sein Buch Islam and the Secular State: Negotiaating the Future of Sharia erschien bei Harvard University Press.

Nun brauchen wir uns auch über den nicht mehr wundern: „Der Tarzan kam aus Düsseldorf“. So heißt es über der Besprechung zu Adolf Endler, der in Dies Sirren. Gespräche mit Renatus Decker (Wallstein) über die Wirrnisse der ersten Hälfte seines Lebens spricht.

Kurz besprochen wird unter „Zu viele Kartenmacher an zu vielen Orten“: Paul Murdin, Die Kartenmacher, Artemis & Winkler

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Gedichte des Dr. K.“: Die neue Biografie Meister er Dämmerung über Peter Handke enthüllt, dass der Autor den Kriegsverbrecher Radovan Karadzic in Pale getroffen hat und dort statt Auskunft über Srebenica ein Gedichtband des musischen Schlächters bekam und ein Glas Schnaps. Die SZ bringt einen Vorabdruck des DVA-Titels.

„High Noon in dunkler Heimat“: Thomas Willmanns Debüt Das finstere Tal (Liebeskind) bewältigt meisterhaft Genres und Stile von Western bis Heimatroman.

„Im Baumgarten der Liebe“: Mechthild von Magdeburgs „sprachglühende Mystik“ findet sich jetzt in Das fließende Licht der Gottheit, Verlag der Weltreligionen.

Noch viel schöner als Italien selbst sind Schinkels Reisebilder in Berlin, jetzt zu sehen in der Nationalgalerie in Berlin unter dem Titel Die italienische Reise 1803-1805 gibt es auch einen lesenswerten Katalog (ohne Verlagsangabe).

Süddeutsche Zeitung

„Die uneinträgliche Leichtigkeit des Seins“: Rafael Horzons Nichtkünstlerabhandlung Das weisse Buch (Suhrkamp) ist eine „Unternehmerbiografie im Spaziergängerparlando“.

„Cowboys aus polnischer Provinz“: In Artur Beckers neuem Roman Der Lippenstift meiner Mutter (Weissbooks) zeigt sich die postume Lustigkeit Osteuropas in der Ära des Kalten Krieges.

„Casino banal“: Edward St Aubyns Roman Ausweg (Dumont) spielt zu hoch.

„Was werden?“: Anne Köhler schildert in Nichts werden macht auch viel Arbeit (DuMont) über das Dasein in Praktika und Nebenjobs.

Barak Obama empfing Jonathan Franzen, obwohl dieser sich noch am Morgen im Guardian mit den Worten zitieren ließ, die USA seien „beinahe ein Schurkenstaat“. Das war nur folgerichtig, aus dem, was Franzen in seinem Buch bereits ausführte: Die Amis hätten ein Soziopathen-Gen, steht dort. Auf Amazons Website ist zu erkennen, das 300 amerikanische Kindle-Leser diese Stelle unterstrichen haben.

Die Welt

Im Leitartikel holt Autor Doron Rabinovici (andernorts, zu einer verbal angelegten humanitären Intervention gegen Österreichs Regierung aus, die mittlerweile Säuglinge abschieben lässt.

„Alle denken an sich, nur ich denk an mich“: Richard David Precht will den Egoismus und die Bundesländer abschaffen, Die Kunst kein Egoist zu sein. Warum wir gerne gut sein wollen und as uns davon abhält, Goldmann.

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