
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Heute zwei Seiten „Peanuts“ zum 60.: Das große Peanuts-Buch gibt’s bei Carlsen).
„Eine Reise-Collage des elfjährigen Hanns-Josef Ortheil“ Die Moselreise (Luchterhand).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Statt Stuttgarter Prügelszenen auf S. 1 mal wieder der Herr Sarrazin (hatten wir schon fast wieder vergessen): 1,1 Mille sind gedruckt, und deshalb macht die FAZ im Feuilleton auch ein Interview mit ihm. Frank Schirrmacher himself hat es geführt, uns deshalb ist es auch zwei Seiten lang.
Jürgen Carl, tatsächlich Concierge im Frankfurter Hof und also auch so etwas wie das freundliche Gesicht der Buchmesse, hat bei Lübbe seine Erinnerungen Vom Glück, für andere dazusein veröffentlicht. Kein Schlüssellochguckerbuch – Carl ist diskret; das ist schließlich sein Job.
Neues von Georg Klein: Die Logik der Süße, Erzählungen, (Rowohlt).
Friedmar Apel erkundet in Das Auge liest mit (Hanser) das Visuelle in der Literatur.
Annotationen
Susanna Partsch Tatort Kunst (C.H. Beck).
Christian Sprang, Matthias Nölke – Teil 2 des Todesanzeigenbestsellers Aus die Maus liegt vor: Wir sind unfassbar heißt er (KiWi) und steht dem ersten Band in nichts nach.
Sternstunden der Soziologie (Campus).
Die Welt
Am Kiosk gab es sie heute morgen nicht, für Abonnenten schon: die Baselitz-Welt. Zum 20. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung hat der Maler die ganze Tageszeitung gestaltet. Es gibt keine Fotos (außer in der Werbung), und man ist mit sich sehr uneins, was man mehr bewundern soll: die Idee oder die Ausführung.
Richard Kämmerlings (ausgeborgt von der FAZ?) fragt sich wo die „Great German Novel“ bleibt – ein paar Antworten hätten wir für ihn…
Wetten werden wieder angenommen für den Literatur-Nobelpreis (wird immer verliehen am 1. Donnerstag des Oktober).
Suhrkamps Restrampe: Der Verlag „verramscht jetzt den Ballast der Geschichte“ – das passiert gerade in 14 Zweitausendeins-Filialen. Archiv und Handlager aus der Frankfurter Lindenstraße werden hier für kleines Geld entsorgt.
Wirtschaft
Karstadt kann ins Weihnachtsgeschäft gehen: Nicholas Berggruen darf die Kaufhauskette übernehmen. Gestern Abend noch hat der letzte Gläubiger seine Beschwerde gegen den Karstadt-Insolvenzplan zurückgezogen. Nun wird das Insolvenzverfahren zum 1. Oktober aufgehoben, hat das Essener Amtsgericht beschlossen. Dafür verzichten Lieferanten, Dienstleister, Vermieter und Mitarbeiter auf Geld in dreistelliger Millionenhöhe.
Süddeutsche Zeitung
John Darwin Der imperiale Traum (Campus).
Neue Taschenbücher
Alberto Moravia Der Ungehorsam (Wagenbach)
Dirk Hoerder Geschichte der deutschen Migration (C.H. Beck)
Elmer Mendoza Silber (Suhrkamp)
Heinz Häfner Shizophrenie (C.H. Beck)
H.D. Thoreau Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (Diogenes)
Stephanie Haerdle Amazonen der Arena (Wagenbach)
Unter hinterm Sportteil haben wir wieder die Seite mit den Kinder- und Jugendbuchrezensionen entdeckt.
Das Aufmacherbild stammt aus Peter Schössows Bilderbuch Mein erstes Auto war rot (Hanser). „Ein Haufen Bohei und viel Gegrunze“ lautet die Überschrift, und Jörg Reichle meint: „Dies ist ein schönes Buch.“
„Lachen leicht wie ein Drachenflug“ – Fritz Göttler rezensiert Filmreif (Carlsen) von Hanna Marjut Marttila.
Roswitha Budeus-Budde schaltet sich ein in die Diskussion um Nichts was im Leben wichtig ist (Hanser) von Janne Teller.
„Zum Anbeißen lecker“ findet Verena Hoenig Aufruhr im Schlaraffenland (Dressler) von Sabine Ludwig.
Taschenbücher:
Gabi Kreslehner: Charlottes Traum (Beltz Gulliver)
Kirsten Boie: Nella-Propella (Fischer Schatzinsel)
Und Siggi Seus würdigt Josef Holub, der bereits Anfang Juli 84-jährig gestorben ist.
Financial Times Deutschland
Win „heftiger Streit um Musikvideos“ scheint unvermeidbar, heißt es heute morgen in der FTD. Zusammen mit sieben weiteren Verwertungsgesellschaften will die GEMA Klage gegen Youtube einreichen. Sie will Musikvideos sperren, solange es keinen Lizenzvertrag mit der Google-Tochter gibt. In Frankreich hat sie bereits eine erste Einigung erreicht. Bislang fordert die GEMA 1 Cent pro Aufruf, offenbar zuviel für Youtube, um eine Einigung zu erreichen. Aus Sicht von Youtube sollen Erlösbeteiligungen die Lösung sein. Parallel dazu strengt die GEMA einen Musterprozess an, Videos sperren zu lassen.







