
Heinz Eisenbletter und Bernhard Naumann (v.l.)
mit der Autorin Ines Thorn
Ihren neuesten historischen Roman Das Mädchen mit den Teufelsaugen, der die Zuhörer in das Frankfurt im Jahr 1530 versetzte, stellte die Autorin Ines Thorn gestern Abend in der Buchhandlung Eisenbletter & Naumann vor.
Das mittlerweile zwölfte Buch der gebürtigen Leipzigerin, die seit 1990 in der Mainmetropole lebt, ist Mitte Juli als HC im Wunderlich Verlag erschienen und erreichte bereits die 2. Auflage, eine TB-Auflage wird folgen.
Die Autorin beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem ausgehenden Mittelalter, ihre spannend erzählten Geschichten und Frankfurt-Krimis sind gut recherchiert hinsichtlich damals herrschender Bräuche und gesellschaftlicher Verhältnisse.
Das wird auch bei ihrer Lesung deutlich: Sie trägt nicht nur mit viel Verve und wandlungsfähiger Stimme die ersten beiden Kapitel ihres Buches vor, in denen es um altes Wissen der Zigeuner und die Geburt eines Kindes geht, sondern informiert das Publikum über Hintergründe. So gibt es neben dem historischen Stoff, der beginnenden Geschichte eines Mädchens, das mit einem braunen und einem blauen Auge zur Welt kommt, noch eine Lektion in Traumdeutung, Handlesen und Würfelorakel dazu.
Doch nicht nur das Mittelalter, sondern auch die Gegenwart spielte bei dieser Lesung eine Rolle: Ines Thorn rief zu einer Spendenaktion für Pakistan auf, die 109 Euro von den anwesenden Gästen erbrachte. Die gleiche Summe legt die Buchhandlung noch einmal dazu, um den Menschen in den vom Hochwasser heimgesuchten Gebieten zu helfen.
JF