
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Zwischen Technik und Tradition“: Nii Parkes‚ Die Spur de Bienenfressers ist ein spannender Dorfkrimi aus Ghana (Unionsverlag).
„Der kubanische Traum“: Mauro D’agatis legt mit Alamar einen bedrückenden Bildband über Alamar, den einst mit großer Geste und Hilfe der Sowjets geplanten Stadtteil im Osten Havannas vor (Steidl).
„Was bedeuten acht Prozent Yoruba?“: Richard Powers Genom-Entschlüsselung (Das Buch ich #9, Fischer) heute in der FR.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„In den Seitenflügeln des Erzählten“: Der Aufmacher gehört Giwi Margwelaschwili („ist ein dreiundachtzigjähriger Literaturrebell“) und seinem Verbrecher Verlag, der „wild entschlossen“ ist, so viel wie möglich aus dem Werk des deutsch-georgischen Autors zu veröffentlichen. Anlass ist das Erscheinen des Buches Der Kantakt. Darin notiert Margwelaschwilli seine Leselebenserfahrungen als Stadtschreiber. Denn es gibt „ein Leserleben außerhalb der ausgetretenen Pfade, auf denen man sich normalerweise durch einen Roman bewegt“. NB: Heute feiert der Verbrecher Verlag sein 15-jähriges Jubiläum.
Außerdem berichtet Ulrich Sieg (Autor von Antisimitische Geschichtsbilder, Klartext) über seine Erfahrungen beim Unterrichten deutscher Kulturgeschichte im armenischen Eriwan. Die begierigen Studenten diskutierten differenziert über das Kaiserreich, das zu den türkischen Greueltaten geschwiegen hatte. Paul de Legarde kam nicht an, Friedrich Nietzsche begegnete man mit Skepsis, doch die feine Psychologie bei Theodor Fontane insbesondere in der Frage der Geschlechterrollen fanden sie Studierenden uneingeschränkt positiv. Nicht zuletzt wegen dieser seiner Autoren steht Deutschland weiter hoch im Kurs.
Annotiert wird unter
> „Verteufelt“: Joachim Rickes: „Sagen Sie Karl Ludwig zu mir“. Die Metamorphosen des Teufels bei Daniel Kehlmann, Königshausen & Neumann
> „Verinnerlicht“: Walter Kappacher: Marilyn Monroe liest Ulysses, Keicher
Süddeutsche Zeitung
„Die ersten Schlachten und Taten“: „Fulminant“ ist Christian Mareks Geschichte Kleinasiens in der Antike, das diese vom Neolithikum bis zu Spätantike zusammenträgt (C.H.Beck).
„Kann keine Trauer sein“: Peter Sloterdijk hat in Scheintod im Denken einen Nachruf auf den theoretischen Menschen verfasst (Suhrkamp).
„Wo die Zeit in den Fels gestürzt ist“: Édouard Glissant erkundet in Das magnetische Land die Osterinsel Rapa Nui (Wunderhorn).
Die Welt
Nichts für uns
Financial Times Deutschland
Xing wächst dank so vieler neuer Mitglieder wie noch nie, meldet die FTD. Die Menge der zahlenden Abonnenten sei seit 2008 von 10.000 auf 760.000 gestiegen. Insgesamt haben 4,1 Mio. Deutsche dort ihr Profil hinterlegt.
Plastic Logic, die den E-Reader Que angekündigt hat und nun doch nicht auf den Markt bringt, könnte die Kontrolle bald in die Hände der Russen übergehen, heißt es heute. Rusnano hat weiterhin Interesse. Dennoch ist nicht klar, ob und wie es im Werk in Dresden mit seinen 140 Arbeitsplätzen weitergeht.
Der Krimi Karstadt geht weiter: Nun hat sich ein weiterer Investor gemeldet: Maurizio Borletti hat ein Angebot abgegeben. Der Insolvenzverwalter hatte zwar angekündigt, nur mit Berggruen verhandeln zu wollen. Aber nun hat sich eine weitere Gruppe von Gläubigern aufgetan, die Borletti zum Zug verhelfen könnte. Denn die Bondholder als Gläubiger des Vermieters Highstreet könnten ein gewichtiges Wörtchen zu sagen haben. Sie müssen den Zugeständnissen von Highstreet an Karstadt zustimmen. Sie sind erwartungsgemäß zum 2. September nach London zum Gespräch eingeladen worden.







