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„Kleine Verlage am Großen Wannsee“ wieder erfolgreich

Unter dem Motto Kleine Verlage am Großen Wannsee [mehr…] hatte das Literarische Colloquium am Wannsee (LCB) am Samstag von 15 bis 22 Uhr wieder ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zur Gartenmesse eingeladen.

Was 2006 als Versuch begann, hat inzwischen einen festen Platz im Terminkalender der Berliner Literaturfreunde und die ließen sich auch von Wind und kühlen Temperaturen nicht abschrecken. Zum zweiten Mal in Folge musste die Gartenmesse wegen des unbeständigen Wetters nach drinnen verlagert werden. Das änderte aber nichts an der guten Stimmung. Schon nachmittags lockte es mehrere hundert Literaturbegeisterte ins LCB und die Veranstalter rechneten mit noch mehr Besuchern als im Vorjahr.

Der große Saal, wo im Viertelstundentakt Lesungen von Autoren wie Günter Herburger, Maike Albath, Monika Rinck, Steffen Popp, Roland Heer und Giwi Margwelaschwili auf dem Programm standen, war stets voll besetzt, auch an den Ständen im Erdgeschoss des LCB wurde es eng und so mancher nutzte die Gelegenheit sich mit Ferienlektüre einzudecken. Aber nicht nur der Verkauf ihrer Bücher hatte die Independents zur Teilnahme veranlasst. Sie kommen auch gerne an den Wannsee um sich mit ihren Kollegen, mit Agenten und Autoren in entspannter Atmosphäre auszutauschen und zu vernetzen. Ihre Resonanz war in diesem Jahr wieder durchweg positiv.

Auch Thomas Geiger vom LCB war zufrieden. Er hat sich die Gartenmesse vor fünf Jahren ausgedacht, weil er die kleinen Verlage für unverzichtbar hält. „Sie spüren Trends auf, sie kümmern sich um Autoren, die durch das Raster der Großen gefallen sind und sie pflegen in besonderem Maße die Lyrik“, sagte er am Rande der Gartenmesse. Kleinverleger sind für ihn Überzeugungstäter und denen will er ein Forum bieten, sich mit ihren Büchern und Autoren zu präsentieren und so mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.

Zwanzig Verlage haben in diesem Jahr die Einladung angenommen, einige sind von Anfang an dabei, andere wie der Poetenladen Leipzig und das Berliner Hörbuchlabel speak low nehmen zum ersten Mal teil.

Und nach welchen Kriterien wählt Geiger die Verlage aus, die er einlädt? „Als LCB legen wir den Focus auf Verlage mit einem literarischen Programm“, sagte er. „Die Verlage sollten auffällig sein, das heißt sich mit Engagement Gehör verschaffen wie Kookbooks oder der Verbrecher, die von Anfang zu den Gästen der Gartenmesse zählen.“
www.lcb.de

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