
Unter dem Motto „Ideen sind das Kapital der Zukunft“ trafen sich in der letzten Woche die Stuttgarter Regionalgruppen der Jungen Verlagsmenschen und der BücherFrauen im Klett-Cotta Verlag. Geplant war ein Brainstorming mit vereinten Kräften – und es wurde ein unterhaltsamer, zukunftsweisender Netzwerkabend.
Netzwerken können sie – das mussten die Mitglieder der beiden Vereine nicht erst beweisen. Schließlich feiern die BücherFrauen in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und die Jungen Verlagsmenschen sind im letzten Jahr mit einer aufsehen erregenden Jahrestagung in das Vereinsleben gestartet. Aber können sie auch miteinander? Und falls ja, wie soll dieses Miteinander aussehen? Das waren nur zwei der vielen Fragen, die am letzten Donnerstagabend gestellt wurden.
Johann Meiner von Klett-Cotta begrüßte rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den getäfelten Veranstaltungsräumen des Verlags. Zusammen mit Katrin Schroth hatte er auf Seite der Jungen Verlagsmenschen den Abend mit den BücherFrauen Frauke Ehlers und Heidrun Rieble vorbereitet.

der Jungen Verlagmenschen
Frauke Ehlers befragte zu Beginn mehrere BücherFrauen aus der Regionalgruppe Stuttgart zu Besonderheiten, Wendepunkten und künftigen Vorhaben des Branchennetzwerks. Vor allem das Mentoringprogramm stieß auf offene Ohren, denn hier zeigt sich der Nutzen einer Zusammenarbeit von „jungen“ und „alten“ Buchmenschen am deutlichsten. In Stuttgart startet das Programm im Sommer in die vierte Runde, und Sabine Rottenburger vom Organisationsteam konnte sich im Laufe des Abends über viele Anfragen freuen.
Die Jungen Verlagsmenschen präsentierten sich mit einem Interview, das Katrin Schroth mit Anke Naefe führte. Naefe ist eines der Gründungsmitglieder der Jungen Verlagsmenschen und konnte über die ersten Schritte und Erfolge des neuen Netzwerks berichten: Von den ersten Sitzungen im Münchner Biergarten bis zur Gründungsversammlung im Frankfurter mediacampus mit über 100 Teilnehmern.
Anschließend waren die Zuhörerinnen und Zuhörer gefordert. In kleinen, gemischten Gruppen überlegten sie, wie sie selbst von ihrem jeweiligen Verein profitieren und was eine Kooperation beider Netzwerke dabei verbessern könnte. Aber nicht nur die Diskussion war gefragt; das Organisationsteam erwartete auch Ergebnisse, die zum Abschluss des Abends noch einmal zusammen besprochen wurden.

Bei diesem Abschlussgespräch stellte sich heraus, dass in allen Kleingruppen der Austausch der Erfahrungen das wichtigste Thema gewesen war. Dabei können nicht nur die Jüngeren aus der Berufserfahrung der BücherFrauen einen Gewinn ziehen, sondern auch umgekehrt. Alle waren sich einig, dass dieser Austausch unbedingt fortgesetzt werden sollte. Am besten in einem Forum, zunächst digital, später auch mit realen Treffen. Zusätzlich wünschten sich alle mehr gemeinsame Veranstaltungen, um die Vernetzung der beiden Vereine weiter zu entwickeln.
Mit dieser Perspektive für die Zukunft ging der kurzweilige Abend in den Verlagsräumen zu Ende und das Netz wurde in gemütlicher Kneipenrunde weitergesponnen.
Alexandra Klusmann/Anja Lösch