
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Arno Widmann über Maike Albaths Buch Der Geist von Turin (Berenberg), das heute abend im Frankfurter Literaturhaus vorgestellt wird.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Die E-Book-Plage“: David Gelernter, Professor für Computerwissenschaft in Yale: „Warum das elektronische Buch eine billige Imitation der größten gestalterischen Errungenschaften der Menschheit ist – und wodurch man es ersetzen sollte.“
Thomas Leuchtenmüller über Gilles Foden Die Geometrie der Wolken (Aufbau).
Kolja Mensing rezensiert Li Dawei Love, Revolution und wie der Kater Haohao nach Hollywood kam (Knaus).
Die Welt
Jetzt schreiben sie auf einmal alle über die Blogger: Gestern groß in der FAZ, heute hier unter der Überschrift „Das Netz ist so dumm wie seine Nutzer“: Jeff Jarvis im Interview. Und die darunter aufgeführten Online-Kundenrezensionen sind zum Piepen. Wenn das die Zukunft der Literaturkritik ist, dann ziehen wir besser den Stecker.
Süddeutsche Zeitung
In Paris gibt es eine Ausstellung über Marcel Proust im neu eröffneten Handschriftenmuseum.
Robin Lane Fox erzählt die „Weltgeschichte von Homer bis Hadrian“: Die Klassische Welt (Klett-Cotta).
Brigitta Eisenreich erinnert sich an Paul Celan: Celans Kreidestern (Suhrkamp).
Nachtrag: Bereits gestern veröffentlichte Hans Küng einen offenen Brief an die Bischöfe, der unter anderem in der Süddeutschen erschien. Das könnte die Nachfrage nach seinen Titeln steigen lassen.
Neue Zürcher Zeitung
Heidilotl? Die NZZ geht der „Mär vom Ur-Heidi“ auf den Grund und fragt: Gibt es für Johanna Spyris Heidi eine Vorlage? Oder ists gar ein Plagiat? Ein deutscher Germanist meint, die Vorlage gefunden zu haben, will aber kein Plagiat nachweisen. Immerhin gibt es jetzt eine kleine Konkordanz von Parallelstellen.
„Vor der Apokalypse“: Aharon Appelfelds Roman Katerina (Rowohlt Berlin) krankt an einem Übermaß an Didaktik und bietet eine kleine Einführung ins Judentum, so Andreas Breitenstein.
„Er lebte, schrieb und liebte“: Johannes Willms legt bei Hanser die erste deutschsprachige Biografie von Stendhal vor.
Kurz besprochen wird unter:
> „Fundstücke“: Schön zu hören. Satzschippen aus dem Radio Hrsg. von Gerwig Epkes, Weissbooks-Verlag
> „Ein europäischer Historiker, fast vergessen“: Norbert Schmitz, Alfred Stern (1846–1936). Ein europäischer Historiker gegen den Strom der nationalen Geschichtsschreibung, Wehrhahn-Verlag