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Jens Falk zur Gründung einer (Online)-Genossenschaft Versandbuchhändler und Antiquare

Jens Falk

Versandbuchhändler Jens Falk will online eine Genossenschaft für Versandbuchhändler, Antiquare sowie Verlage mit starkem Endkundengeschäft [mehr…] gründen. Die Idee dahinter: „Ziel der Genossenschaft soll sein, bei dem jeweiligen Mitglied die Kosten zu senken – beim Einkauf von Verpackungsmaterial, bei Paketkosten und der Lizenzierung über ein „duales Entsorgungssystem“.

buchmarkt.de: Viele Versandkollegen kennen Sie nicht. Warum sollten Sie Ihnen Geld überweisen?

Jens Falk: Für die Gründung der Genossenschaft wird kein Geld benötigt, bzw. es wird von den Gründungsinitiatoren übernommen. Wobei die Kosten bei der von mir vorgestellten Arbeitsweise gering bleiben werden. Die Kosten des Hosting der Projektsoftware z.B. wird von mir übernommen, dürfte aber auch insgesamt marginal sein.

Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. sicherte zu, für seine Tätigkeit während der Gründung keine Gebühren zu verlangen. Mitglieder verpflichten sich, den beschlossenen Geschäftsanteil zu zahlen, damit die Genossenschaft im Sinne ihrer Mitglieder arbeiten kann. Dieses Geld erhält die Genossenschaft, nicht ich. Bei Ausscheiden des Mitglieds aus der Genossenschaft wird das Geschäftsguthaben wieder ausgezahlt.

Ob ich als Vorstandsmitglied der Genossenschaft in Form einer Zuwendung profitiere, ist weder „klar“ noch mein Ziel. Einerseits müßte ich in den Vorstand gewählt werden (wenn ich überhaupt eine Vorstandtätigkeit ausüben möchte), andererseits gibt es auch Genossenschaften, bei denen ehrenamtliche Vorstände üblich sind.

buchmarkt.de: Wie hoch soll denn der Geschäftsanteil sein?

Jens Falk: Das kann erst später mit den Businessplänen und endgültig in der Gründungsversammlung festgelegt werden. Ich persönlich favorisiere einen eher geringen Geschäftsanteil unter 100,- €. Damit würde die Genossenschaft gerade für kleinere Unternehmen interessant und die Genossenschaft würde von der Menge und Vielfalt der Mitglieder profitieren. Dieses Modell kenne ich sehr gut von Hostsharing und es hat sich meiner Meinung nach sehr bewährt.

buchmarkt.de: Wenn Sie mit der Genossenschaft kein Geld verdienen wollen, warum dann Ihre Initiative?

Jens Falk: Meine Buchhandlung würde als Mitgliedschaft der Genossenschaft von der Genossenschaft durch niedrige Bezugkosten profitieren, wie jedes andere Mitglied auch.

Mir sind Genossenschaften sehr vertraut. Ich bin im Vorstand einer mittelgroßen Genossenschaft (Hostsharing eG) und sehe die Vorteile für die Mitglieder (und für mich selbst) tagtäglich.

buchmarkt.de: Gibt es bereits Reaktionen?

Jens Falk: Die Projektseite ist erst seit Samstag online. Am Samstag habe ich auch erst Kollegen angeschrieben. Vereinzelt wird in der Presse darüber berichtet. Es gibt vereinzelte persönliche neue Kontakte, die Web-Seite wurde sich angeschaut und der RSS-Feed abonniert. Die bevorstehenden Feitertage binden Zeit. Dieses Jahr erwarte ich keine wesentlichen Schritte mehr. Mitte Ende Januar werden wir mehr Zeit haben.

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