
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Herta Müller hat eine Lesung in Frankfurt abgesagt. Ina Hartwig folgert daraus, dass der Autorin nun die Kraft ausgegangen sei. Findet sie aber nicht weiter schlimm: Schließlich soll sie fit sein am 10. Dezember, wenn sie die Nobelpreisurkunde entgegennimmt…
Zyta Rudzka hat mit Doktor Josefs Schöne (Ammann) ein mutiges Buch geschrieben, findet Nicole Henneberg).
Jürgen Gräßler rezensiert Alex Ross’ The Rest is Noise (Piper).
Gestern berieten in Berlin 70 leitende Redakteure und Verlagsmanager den künftigen Umgang mit Google. Keiner der Zeitungsverleger will auf die Suchmaschine verzichten. Am schönsten wäre es natürlich, wenn Google den Verlagen was von seine Werbeeinnahmen abgäbde. Tun die aber nicht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Joseph Hanimann rezensiert Atiq Rahimis Roman Stein der Geduld (Ullstein).
Hand aufs Herz heißt der neue Roman von Anthony McCarten (Diogenes).
Annotiert: Gudrun Schury So hält mich die Sehnsucht (Aufbau).
Neue Sachbücher
Ivan Nagel Gemälde und Drama (Suhrkamp) und Heidi Kastner Täter-Väter (Ueberreuter).
Die Welt
Mussolinis Geliebte Clara Petacci hat Tagebuch geführt. Die Aufzeichnungen sind gerade bei Rizzoli erschienen – und zeigen den „Duce“ als eingefleischten Rassisten.
Peter Zander über Bettina Oberlis Tannöd-Film.
Süddeutsche Zeitung
Auch hier: die Tannöd-Verfilmung: „Manierismus und Niedertracht“.
Gedruckt wird die Dankesrede von Volker Braun bei der Entgegennahme des Candide-Preises.
Neue Zürcher Zeitung
„Wer redet, ist nicht tot“: Der Artikel ist ein Grund zum Kiosk zu gehen. Denn Thomas Macho betrachtet hier autobiografische Bücher, die von Erfahrungen mit einer Krebserkrankung handeln. Das Angebot nimmt zu und nervt zugleich, bemerkt er. Aber man dürfe nicht verkennen, dass es „um eine elementare Solidarität unter den Menschen geht – unter denen, die in der griechischen Antike als ‚Sterbliche‘ angeredet wurden“.
„Politik und Polemik, kitschverdächtig“ so charakterisiert Philipp Ramer Leon de Winters „alarmistischen“ Roman Das Recht auf Rückkehr, Diogenes.
„Ein Zuhause in der Fremde“: Mit Der karibische Dämon ging David Chariandy auf die Spurensuche der Einwanderungsgeschichte seiner Familie.
Annotatinen unter dem Titel
> „Fall ins Menschsein“: Markus Bundi, Sehr geehrte und andere Erzählungen, Edition Isele
> „Auftritt der Platzhirsche“: Michel Houellebecq / Bernard-Henri Lévy: Volksfeinde. Ein Schlagabtausch, DuMont-Buchverlag







