
Die Schweizer Stadt am Jura erlebte eine gelungene Buchmesse vom 29. Oktober bis 1. November. Der Erfolg scheint darin zu bestehen, dass sie überschaubar bleibt und nicht auf allzu große Expandierlust abzielt.
Zu den Ausstellern gehörten die Buchhandlungen Lüthy und Klosterplatz und Verlage wie Wallimann, Bilger, Das Fünfte Tier, Einfachlesen, Limmat, Howeg, Scheidegger & Spiess, Waldgut, Urs Engeler, Rotpunkt, Edition 8 und andere.
Die Messe bietet für das lesende und kaufende Publikum nicht nur eine Vielfalt von Titeln, sondern ebenso ein Programm mit Gesprächen und Lesungen. Der Abend mit Franz Hohler, Franco Supino, Peter Bichsel und Alex
Capus war restlos ausverkauft und die Schriststellerin Tania Kummer bot Interessierten Schreibkurse an.

Wie Mitorganisator Thomas Knapp (Foto) auf Anfrage erklärte, schaut Olten auf eine lange Tradition zurück. 1946 stellte das Schweizer Vereinssortiment als Vorläufer des Buchzentrums zum ersten Mal Bücher aus. 2006 konnte die Publikums- und Verkaufsmesse im prächtigen Stadttheater nach Unterbrüchen
reaktiviert werden. Die Geschäftsführerin Sandra Näf-Frei erklärte in einer Pressemitteilung, dass sie mit Leuten gesprochen habe, die noch nie eine Buchhandlung betreten hätten.
Olten ist eine geschichtsträchtige Stadt für die Literatur, denn nicht nur Schriftsteller wie Franz Hohler, Peter Bichsel oder Alex Capus stammen von hier, auch Insitutionen brachte die Stadt an der Aare hervor, wie beispielsweise die Genossenschaft Buchzentrum oder die Schriftstellervereinigung Gruppe Olten.
Urs Heinz Aerni