Erhält die Frankfurter Buchmesse eine neue Bewährungschance? Nach Informationen der WELT warne Chinas Tageszeitung Huanjiu Shibao (Global Times) die Organisatoren der Messe und indirekt erstmals auch die Bundesregierung vor den Folgen, wenn die Präsidentin des uigurischen Weltkongresses, Rebiya Kadeer, wie vorgesehen in Frankfurt auftritt.
China würde nicht nur als Ehrengast brüskiert, sondern „auch in seinen Kerninteressen verletzt“, zitierte die Zeitung nicht näher genannte „Analysten“. Der deutschen Seite müsse „sehr klar sein, wie sich China gegenüber Unabhängigkeitsbefürwortern für Xinjiang verhält“. Einzelheiten werden aber nicht mitgeteilt. Hier mehr
Im Nachgang zum Symposion hat Matthias Naß einen Kommentar auf ZEIT Online veröffentlicht:
„Streit muss sein. Weil in China noch immer zu viele Menschen für die Meinungsfreiheit ins Gefängnis gehen. Das Mindeste, was wir tun können: der Kontroverse ein Forum zu bieten. So wie vom 14. bis 18. Oktober in Frankfurt. Dort stehen Diskussionen über „Meinungsfreiheit – Freiheit des Wortes – Freiheit der Veröffentlichung“ oder über „Nachrichten aus dem ‚Reich des Bösen‘?“ zum Chinabild der deutschen Medien auf dem Programm. Wunderbar!
Soll das offizielle China doch über unseren »Demokratieunterricht« wüten! 140 chinesische Schriftsteller werden in Frankfurt zu Gast sein, darunter viele wache und kritische Geister. Sie wissen genau, dass die eigene Regierung in Sachen Demokratie Nachhilfeunterricht braucht. Nicht vom Westen, schon gar nicht von uns Deutschen, sondern von den eigenen Bürgern. Frankfurt kann daher nur eine Ersatzbühne sein. Bis der demokratische Streit in China selbst geführt werden kann, am besten auf einer Pekinger Buchmesse.“







