
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Die FR sponsert den Sondermann-Preis – also steht er heute gleich auf der Titelseite, und es gibt einen achtseitigen Sonderteil dazu. Die Abstimmung für den Sondermann-Publikumspreis ist eröffnet.
„Das schwindende Licht der Dekokratie“ ist ein vierseitiger Essay von Arundhati Roy, den die FR im Panorama druckt.
Dafür keine Rezensionen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Hannes Hintermeier über das Brüsseler „Engagement“ gegen Google. Leider, so hat es den Anschein, haben die beiden damit befassten Kommissare nicht einmal den Anflug einer Ahnung, worum es geht. Was ja bei Brüsseler Politikern so selten nicht sein soll… Weshalb sie ja auch dort sind.
Martin Halter rezensiert Henning Kobers Unter diesem Einfluss (S. Fischer): das Debüt sei ein „Remix aus Blümchenromantik, aggressiver Rasanz und Gonzo-Journalismus“.
Großartig findet Peter Urban-Halle Mirjam Kristensens Ein Nachmittag im Herbst (Dörlemann).
Annotationen
Mtsuo Basho Hundertelf Haiku (Ammann) und Hubert Winkels Katja Lange-Müller] trifft Wilhelm Raabe (Wallstein).
Hubert Spiegel hat sich neuen Kindler (Metzler) angesehen. Und ist nicht glücklich damit. Ein literarisches Schwergewicht wie Raymond Carver nur mit der Besprechung eines Bandes, und dann steht auch noch solcher Unfug drin: Lish, der berühmte Lektor und nicht unwesentlich für den Carver-Sound verantwortlich, sei sein Verleger gewesen? Naja, wenigstens hat der Oberkitscher Paolo Coelho einen eigenen Artikel. „Mit einem Schuss Schusseligkeit“ findet Christian Geyer die Sachbücher im Kindler behandelt. – Trotzdem, und das wollen wir mal nicht vergessen: Gut, daß es dieses Werk jetzt gibt!
Die Welt
„All Ätsch im Kinderbuch“ – ein Kommentar von Wieland Freund und meint: ist „all Age“ das neue Etikett fürs Triviale?
Scharf kommentiert Johnny Erling den ersten chinesischen Zensurfall zur Buchmesse – Dai Qing, eine regimekritische Autorin, darf nicht ausreisen. Aber dass die chinesischen Genossen die einfachsten Spielregeln der Demokratie einhalten werden, nur weil sie in FFM Gastland sind: Das hat doch im Ernst keiner geglaubt, oder?
Financial Times Deutschland
Heute mit einem Dossier Steuerstrategie, darin zwei Buchtipps:
Jakob Wolf Schnellkurs: Der HGB-Jahresabschluss: Nach dem neuen deutschen Bilanzrecht (BilMoG); Richtig vorgehen – erfolgreich umstellen (Walhalla) und Klaus Hahn BilMoG Kompakt, Rechnungslegung nach dem neuen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, Leitfaden für Praktiker, Systematische Darstellung des deutschen … Kommentierung der endgültigen Gesetzesfassung (HDS-Verlag).
Süddeutsche Zeitung
Georg Diez ist dem amerikanischen Autor James Frey anlässlich seines Romans Strahlend schöner Morgen (Ullstein) in Berlin begegnet. Ein Roman über Los Angeles mit Geschichten über Menschen, die zwischen eine Anhäufung von historischen Fakten geschoben sind.
Tobias Lehmkuhl bespricht Christian Kortmanns Der Läufer, erschienen bei Blessing: „Am Ende steht keine wunderbare Wandlung, keine spektakuläre Pointe; trotz des Irrsinnslaufs ist dem Autor nicht der Realitätssinn abhanden gekommen.“
Johannes Willms rezensiert Alain Finkielkrauts Essaysammlung Un coeur intelligent (Stock/Flammarion): „Die genaue Lektüre als Waffe.“
Und nun kritisieren auch tschechische Verleger das Projekt von Google.
Der Dachverband schwarzer Organisationen in Frankreich CRAN wird sich für einen Warnhinweis auf dem Comic Tim im Kongo (in Deutschland bei Carlsen erschienen) aussprechen. In dem Comic würden Schwarze als große, unfähige Kinder dargestellt.
Neue Zürcher Zeitung
„Ein Verlierer der närrischen Sorte“ erinnert sich an seine politisch bewegten Jahre schreibt Sten Nadolny über Franz Rueb und dessen Autobiographie Rübezahl spielte links aussen. Erinnerungen eines Politischen bei Edition 8. Er ist begeistert: “ Das Buch schenkt Sprachvergnügen und Pathos, macht nachdenklich und – strotzt von Vaterlandsliebe und Stolz auf die Schweiz, auf Ruebs Schweiz der einfachen Leute und sein Menschenzürich.“
Kurz besprochen wird unter der Überschrift:
> „Hesse und Schaffner in Briefen“: Christof Wamister (Hrsg.): Es ging am Anfang nicht leicht mit uns. Der Briefwechsel Jakob Schaffner – Hermann Hesse, Chronos-Verlag
> “ Literat und Eselin“: Robert Louis Stevenson: Reise mit einem Esel durch die Cevennen, Hohesufer.com.






