
Der 19. Weltkongress der Kinder- und Jugendliteraturforschung geht heute in Frankfurt am Main zu Ende. Bereits vor 40 Jahren war die Mainmetropole schon einmal Gastgeber – hier kamen zum ersten Mal Wissenschaftler zusammen, um über dieses Spezialgebiet zu diskutieren.
Seit dem 8. August haben etwa 400 Forscherinnen und Forscher aus 50 Nationen in mehr als 300 Veranstaltungen über die Auswirkungen der globalen Mediengesellschaft auf die Vielfalt der Kulturen in der Kinder- und Jugendliteratur gesprochen.
Gestern Abend fand im Kaisersaal des Frankfurter Römers ein Empfang für die Teilnehmer des alle zwei Jahre in einer anderen Stadt ausgerichteten Weltkongresses statt. Kulturdezernent Prof. Felix Semmelroth empfahl die Mainmetropole als herausragende europäische Kultur- und Literaturstadt mit kurzen Wegen zwischen den vielen Sehenswürdigkeiten.
Auf die Kongress-Thematik eingehend, wies er darauf hin, dass Kinder- und Jugendbücher in Deutschland einen Anteil von über 14 Prozent am Gesamtumsatz der Buchbranche haben. Allerdings stellt sich gerade angesichts des Heinrich Hoffmann Sommers 2009, der in Frankfurt begangen wird, die Frage: Wird den Kindern heute nicht zu wenig vorgelesen? Vielleicht müssten dann weniger Kinder therapeutisch betreut werden.
Auf Heinrich Hoffmann ging auch Prof. Dr. Hans-Heino Ewers, Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung an der Goethe-Universität und Organisator des Kongresses, ein. Mit dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, das vom Kulturamt der Stadt in Kooperation mit vielen Einrichtungen und Institutionen geplant worden ist, kehrt der Schriftsteller des Struwwelpeter und Psychologe auf neue Weise in das Gedenken der Stadt zurück.
Ein Besichtigungsprogramm ist ebenfalls Bestandteil des fünftägigen Kongresses.
JF