Der 1930 in Düsseldorf geborene Schriftsteller Adolf Endler ist gestern Abend gestorben.
Wegen seiner Aktivität in der Friedensbewegung wurde Endler wegen „Staatsgefährdung“ angeklagt, deshalb übersiedelte er 1955 von der Bundesrepublik in die DDR.
Aber auch da eckte er bald an: Nach Protesten gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 und gegen die Verurteilung Stefan Heyms wegen „Devisenvergehen“ im Zusammenhang mit dessen Veröffentlichung des Romans Collin im Westen 1979 wurde er aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen. Seine Werke wurden – so überhaupt veröffentlicht – unter dem Ladentisch gehandelt. In den letzten Jahren fand Endler seine verlegerische Heimat bei Wallstein.