
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch
Frankfurter Rundschau
Katja Irle berichtet, dass fast 20 Prozent der 15-jährigen nur auf Grundschulniveau lese. Noch immer läsen Mädchen mehr als Jungen. Im Interview dazu: Karin Richter, Professorin für Literarische Erziehung/Kinder- und Jugendliteratur in Erfurt.
Hans Bender, Mitbegründer der Zeitschrift Akzente wird 90.
„Das Konsumistische Manifest“ – das Aus von Quelle und dem Katalog.
„Eine mühsame Lektüre“ sei Rüdiger Lohlkers Materialienband Dschihadismus bei utb und die Erläuterungen eine große Hilfe.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Latent tagtraumhaft“ mit einer „überbordenden Präsenz der Innenwelt“ sei Juan Carlos Onettis Für diese Nacht (Suhrkamp). Dazu ein Band von Mario Vargas Llosa: Die Welt des Juan Carlos Onetti.
Die Chinesen lesen wie verrückt. Aber: Es herrsche Entertainment vor, da jedes Experiment wegen der Zensur ein Risiko sei. Eine Delegation von Jounalisten durfte eine Woche Verlage, Buchhandlungen und Autoren besuchen: „Die Subkultur findet eher in der bildenden Kunst und in der Musik ihren Ausdruck.“
Kritik in Kürze:
Klaus Rifbjerg: Knastørre digte/Strohrockener Gedichte, Engelsdorf
Carlos Ruiz Zafón: Gaudí in Manhattan. Eine phantastische Erzählung, Insel
Süddeutsche Zeitung
„The Pirate Bay ist verkauft“, titelt heute morgen die Süddeutsche. Die Datensauli wollen nun Datenpauli werden. Für 6 Mio. ging sie an die Global Gaming Factory GGF), die daraus ein legales Angebot machen wollen. Die Internetgemeinde ist sauer.
Gemeldet wird, dass das Auswärtige Amt und die Schweizerische Stiftung „Pro Helvetia“ die Übersetzungen von Literatur aus Entwicklungsländern fördert. Für 17 Bücher seinen Zuschüsse gebilligt worden. Steinbrück konnte die Deutsch-Schweizerischen Stimmung also nicht ganz zum Erliegen bringen.
Gratulation zum 90. Geburtstag des Schriftstellers Hans Bender. Er sei einer der Schlüsselfiguren der Nachkriegszeit, heißt es über den Akzente-Gründer. Erwähnt wird Hans Bender – Walter Höllerer: Konturen und Akzente des Literaturbetriebes. Briefwechsel 1953-1954 (Vorwort Michael Krüger) , erschienen im Literaturarchiv Sulzbach – Rosenberg.
„Erdbeeren brauchen Sahne“: Gerade zu schrecklich die Vorstellung keine Klischees mehr zu haben. Johnny Sharp will sie mit seinen Songtexten austreiben. „Blos nicht“, meint Thomas Steinfeld nach der Lektüre von Crap Lyrics. A Celebration of the very worst Pop Lyrics of All Time…Ever bei Portico Books.
Enttäuscht ist Jan Füchtjohann über die Einführung in das Denken Michel Foucaults, die Paul Veyne noch unter dem zu viel versprechenden Titel Der Philosoph als Samurai (Reclam) veröffentlicht hat und titelt „Ausflüge nach Iran, Stunden in kalifornischen Darkrooms“.
Kurz besprochen wird unter
„Fünf Schilling“ Richard Tames, der in Shakespeares London für 5 Schilling am Tag bei Sanssouci durch die Welt des großen Dichters in London führt.
„Zoff und Zores“ Michael Wuligers Der koschere Knigge über deutsch-jüdischen Humor bei S. Fischer.
Und dann prägte Angela Merkel noch zum sechzigsten Geburtstag einer Journalistenschule vor der dort ausgebildeten Spezies, einen Satz, den wir uns alle heute zu Herzen nehmen wollen: „Strengen Sie sich an!“ Und: „Statt Menschen zu Betrachtern zu machen, müsse man sie „dazu animieren, ihre eigene Endlichkeit durch das eigene Tun mitzuerleben.“ Macht uns alle die Hitze nicht eigentlich eher ferienreif?
Die Welt
Auch hier Gratulation an den Schriftsteller Hans Bender zum 90., der als Meister dessen gewürdigt wird, zu sich selbst auf Distanz gehen zu können. Erwähnt wird sein jüngster Hanser-Titel Wie es kommen wird, der zum Geburtstag erscheint, außerdem seine Romane Fremde soll vorüber sein und Wunschkost.







