30 Literaturkritikerinnen und -kritiker nennen monatlich – in freier Auswahl – dem SWR vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen, und geben ihnen Punkte (15, 10, 6, 3). Die Addition ergab für den Juli folgendes Resultat:
1. GÉZA OTTLIK: Die Schule an der Grenze
Eichborn Verlag, 528 Seiten, € 32,00 (CHF 56,00)
2. URSULA PRIESS: Sturz durch alle Spiegel
Ammann Verlag, 176 Seiten, € 18,95 (CHF 33,90)
3. TILMANN LAHME: Golo Mann
Biographie, S. Fischer Verlag, 560 Seiten, € 24,95 (CHF 42,90)
4.-5. (Punktegleichstand)
ANNA KATHARINA HAHN: Kürzere Tage
Roman, Suhrkamp Verlag, 223 Seiten, € 19,80 (CHF 34,40)
COLM TÓIBÍN: Mütter und Söhne
Erzählungen, Carl Hanser Verlag, 288 Seiten, € 19,90 (CHF 38,90)
6. JÜRG LAEDERACH: Depeschen nach Mailland
Herausgegeben und mit einem Vorwort von Michel Mettler
Suhrkamp Verlag, 187 Seiten, € 17,80 (CHF 31,00)
7.–8. (Punktegleichstand)
NIKOLAI GOGOL: Tote Seelen
Roman, Artemis & Winkler, 524 Seiten, € 89,00 (CHF 147,00)
JUAN CARLOS ONETTI: Für diese Nacht
Roman, Suhrkamp Verlag, 230 Seiten, € 22,80 (CHF 39,20)**
9. JUDITH HERMANN: Alice S. Fischer Verlag, 192 Seiten, € 18,95 (CHF 33,90)
10. KATHRIN SCHMIDT[: Du stirbst nicht
Roman, [Verlag Kiepenheuer & Witsch, 352 Seiten, € 19,95 (CHF 35,00)
Persönliche Empfehlung im Juli/August von Caroline Neubaur (Berlin):
ALAN BENNETT: Die souveräne Leserin
Verlag Klaus Wagenbach, 120 Seiten, € 14,90 (CHF 26,80):
„Dieses Buch hat mich zum Schweben gebracht – angesichts meines Alters und meiner Gewichtsklasse ein literarisches Wunder. Die Königin von England leiht sich am Bücherbus der Bezirksbibliothek der City of Westminster aus Höflichkeit ein Buch aus und wird darüber zu einer hingerissenen Leserin. Und wir, die wir womöglich schon fast „alles“ gelesen haben, verfolgen diese hinreißende Initiation ins Lesen tatsächlich hingerissen.“ (Caroline Neubaur)