
Gestern stand Residenz-Verleger Herwig Bitsche (Foto) in der Sendung Quergelesen von Radio Berlin Brandenburg (RBB) Rede und Antwort, heute lässt sich das auf RBB-Online nachlesen. Bitsche beschreibt, was ihn bewegt, Literatur zu machen und welchen Erfolg er mit jungen Autoren wie Alek Popov hatte und wie es zum Kinderbuchverlag Nilpferd kam.
Bitsches Ursprünge liegen im Buchhandel, es sind es die alten Motive, die ihn zum Verleger werden ließen: „Ich habe Buchhändler gelernt. Auch das ist eher zufällig entstanden – einfach aus einer Lesebegeisterung heraus. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass dieser zufällige Schritt in den Buchhandel dazu geführt hat, dass ich da nicht mehr herausgekommen bin. Ich habe mich als Kultur- oder Literaturvermittler gesehen, nicht als Produzent. Ich habe nie den Ehrgeiz gehabt selber zu schreiben oder besser zu schreiben, sondern mir war es ein Anliegen, dass, was andere kreativ schaffen, dass ich das vermitteln kann. Da sehe ich meine Bestimmung und das mache ich mit großer Begeisterung.“
Sein Erfolg, den alten Residenzverlag wieder zu beleben zeigt Wirkung und könnte damit auch Vorbild für einige deutschsprachige Verlage sein: „Es sind einige junge Autoren inzwischen so begehrt, dass eben auch deutsche Verlage ihre Fühler nach denen ausgestreckt haben, was für uns natürlich keine leichte Sache ist, aber doch auch zeigt, dass wir hier ein gutes Gespür für gute Autoren entwickelt haben“, sagt Bitsche.
Und: „Das hat interessanterweise einen Effekt gehabt, dass nicht nur junge Autoren sich bei uns beworben haben, sondern dass auch teilweise arrivierte und angesehene Autoren unsere Arbeit wieder zu schätzen gelernt haben.“