Der Autor und Dramaturg Karl-Heinz Ott ist der Träger des diesjährigen „Thomas-Valentin-Literaturpreises“ der Stadt Lippstadt. Der mit 5.000 Euro dotierte Lippstädter Literaturpreis wird seit 1993 alle vier Jahre im Rahmen des Lippstädter Wortfestivals vergeben.
„Sprachlicher Nuancenreichtum, detailgenaue Beobachtung, Psychologische Tiefenschau und atmosphärische Verdichtung von oft musikalischer Struktur“ habe den Ausschlag für Ott gegeben, begründete die Lippstädter Jury ihre Entscheidung. Die offizielle Preisverleihung findet am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr im Stadttheater Lippstadt statt.
Karl-Heinz Ott hat im vergangenen Jahr gleich zwei Bücher veröffentlicht: den vielbeachteten Roman „Ob wir wollen oder nicht“ und den Essay „Tumult und Grazie“ über Georg Friedrich Händel. Beide Bücher sind bei Hoffmann und Campe erschienen, ebenso wie „Heimatkunde Baden“ (2007), der Roman „Endlich Stille“ (2005) und die Neuausgabe des Romans „Ins Offene“ (2005).
Karl-Heinz Ott wurde 1957 in Ehingen an der Donau geboren und studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als Dramaturg an den Theatern in Freiburg, Basel und Zürich. Sein Romandebüt „Ins Offene“ wurde mit dem Förderpreis des Hölderlin-Preises sowie dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet. Für seinen zweiten Roman „Endlich Stille“ erhielt er den Alemannischen Literaturpreis, den Candide-Preis sowie den Preis der LiteraTour Nord. Karl-Heinz Ott lebt in Freiburg.