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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Frankfurt ist noch einmal sauer auf Suhrkamp: es geht ums Archiv

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Frankfurt ist sauer und Ina Hartwig auch: über die Gerüchte, dass das Suhrkamp-Archiv vielleicht nach Marbach gehe: schließlich gehöre es ja zu Frankfurt. Schlimm genug, dass der Verlag „an das windige Berlin verloren ist, wird Frankfurt jetzt auch noch das kostbare Verlagsarchiv entrissen“, fragt sie mit Emphase. Kommentieren wir nicht…

Und wieder einmal: Eine Würdigung für Hans Traxler – freilich, diesen Künstler kann man nicht oft genug würdigen…

Ausführlich besprochen wird Eckart Conze Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart (Siedler).

Annotation
Catherine O’Flynn Was mit Kate geschah (Atrium).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Richtfest am Theoriegebäude“: Christian Geyer feiert die fünfbändige Habermas-Studienausgabe Philosophische Texte (Suhrkamp) – der Rezensent findet die Ausgabe „sympathisch“.

Gerhard Henschel porträtiert Kempowski Da mal nachhaken (dtv): „eine Fundgrube an Textstellen“, findet Hannes Hintermeier.

Annotationen
Henry Rousso Vichy (C.H. Beck) und Tilman Spengler Sind Sie öfter hier? (Ullstein).

Die Welt

Nichts für uns.

Süddeutsche Zeitung

Heribert Prantl würdigt Hans Traxler zum 80. (Cartoons Reclam und Franz. Der Junge, der ein Murmeltier sein wollte Hanser).

Thomas Steinfeld rezensiert Nikolski von Nicolas Dickner (FVA), und Burkhard Müller freut sich über den Artikel von Karl Kraus als Antwort auf einen hämischen Leserinnenbrief über Rosa Luxemburg – diese Preziose (Büffelhaut und Kreatur) gibt es bei der Friedenauer Presse.

Uwe Tellkamp ist gegen eine Neuauflage seines Erstlings bei Faber & Faber – aber der Verlag hat die Rechte und wird drucken. dtv hat sich schon die Lizenz gesichert.

Gerhard Matzig über den Tod von Ragnar Tessloff [mehr…].

Für uns immer ein Thema: Streit um Persönlichkeitsrechte: Da ist Joschka Fischer gerade vor dem BGH abgestunken – er muss eine Fotoberichterstattung über seine Nobelvilla mit 1034 qm-Grundstück hinnehmen. Zulässig sei, so das Gericht, auch die Frage, wovon Fischer das alles bezahlt habe…

NZZ

Was bisher in Presse eher verschwurbelt daher kam: das Gerichtsurteil Ulmer Verlag gegen Darmstädter Uni – ohne das Urteil selbst in hand zu haben, erklärten sich selbst Verlagsjuristen für unzuständig zu entscheiden, wer denn nun „gewonnen“ habe („Ulmer scheitert gegen Uni Darmstadt“ [mehr…] und „Börsenvereins-Presseerklärung zum Open-Access-Urteil“ [mehr…]): Joachim Günthner ist tiefer in die Materie eingestiegen und schreibt: „Autoren und Verleger in Deutschland müssen es hinnehmen, wenn Bibliotheken Bücher scannen, um den Inhalt auf einem Server zu speichern und in digitaler Form für Bildschirm-Leseplätze vorrätig zu halten. Auch müssen sie es dulden, wenn die Nutzer der Bibliothek die neugeschaffene elektronische Fassung ausdrucken. Verboten aber ist die digitale Weiterverbreitung.“

Andrea Lüthi rezensiert Irina Korschunow Langsamer Abschied (HoCa

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