
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Reinhard Jirgl kriegt den Feuchtwanger-Preis, und Schlingensief wird Professor in Braunschweig.
Kathrin Schmidt erzählt in ihrem neuen Roman Du stirbst nicht (KiWi) ein medizinisches Wunder.
„Sensationell“ nennt Ulrich Rüdenauer die Neuübersetzungen von drei Saul Bellow Romanen bei KiWi. Diese drei Bände sind es – es gibt sie im Schmuckschuber: Die Abenteuer des Augie March (übersetzt von Henning Ahrens), Herzog (von Bärbel Flad überarbeitete Walter Hasenclever-Übersetzung) Humboldts Vermächtnis (übersetzt von Eike Schönfeld).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht ans Getto denke“ – ein ganzseitiges Interview mit Marcel Reich-Ranicki und Peter von Matt zum MRR-Film eröffnet das Feuilleton.
„Die Welt im Kaffeelöffel“ – Claudio Magris hat bei Hanser mit Ein Nilpferd in Lund eine Sammlung melancholischer Reiseessays vorgelegt.
Nichts für Zartbesaitete: Filip Florian schreibt in Kleine Finger über ein mysteriöses Massengrab in Rumänien (Suhrkamp).
Annotationen
Die schönsten deutschen Bücher 2008 (Stiftung Buchkunst) und Thomas Vogel Der Park, in dem sich Wege kreuzen (Klöpfer & Meyer).
Neue Sachbücher
Matthias Bormuth Ambivalenz der Freiheit. Suizidales denken im 20. Jahrhundert (Wallstein).
Florian Werner Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung (Nagel & Kimche.
Richard Schröder Abschaffung der Religion? (Herder).
Die Welt
Morgen ist es nun so weit: Die Verfilmung von Reich-Ranickis Autobiografie Mein Leben (DVA) läuft um 21:00 Uhr auf arte.
„Ein Flaneur mit dem genauen Blick der Liebe, der die Expeditionen, die Odyssee durch Raum und Zeit als Metapher für das Leben schlechthin betrachtet. Claudio Magris (Donau, Zsolnay) wird morgen 70.
Auch schon 70 ist Paul Verhoeven, Regisseur von Basic Instinct und Starship Troopers. Sein neuestes Werk ist kein Film, sondern ein Buch. Eine Biografie über Jesus – Die Geschichte eines Menschen (Pendo). Im Interview erklärt er, warum er Jesus für den „Mozart der Ethik“ hält.
Süddeutsche Zeitung
Nach Charlotte Roche hat nun auch Sarah Kuttner einen Roman geschrieben. Ihr Debüt Mängelexemplar, erschienen bei S. Fischer, handelt von Depression. Kristina Maidt-Zinke rezensiert: „Hier aber sollte offenbar die Ratgeberfunktion im Vordergrund stehen, und so handelt Kuttner die Lebenskrise ihrer jungen Heldin im Fachjargon ab: Panikattacke, Angststörung, Depression.“
Barbara Stollberg-Rilinger vergegenwärtigt in ihrem Buch Des Kaisers alte Kleider die Symbolsprache des Alten Reiches (C. H. Beck).
Paul Josef Cordes, Kurienkardinal und Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“, der die humanitären Projekte des Vatikans koordiniert, will das Verhältnis von Glaube und Psychologie neu bestimmen. In seinem Buch Besiege das Böse mit dem Guten. Grenzen der Psychologie und die Kraft des Glaubens (Sankt Ulrich Verlag) hat er darüber geschrieben.
Und auch hier ist die Verfilmung von Marcel Reich-Ranickis Leben Thema.
Außerdem feiert Claudio Magris am Karfreitag seinen siebzigsten Geburtstag.
Cambridge University Press, gegründet 1584 von Heinrich VIII. und damit das älteste kontinuierlich betriebene Verlagshaus der Welt, muss Mitarbeiter entlassen. Ursprünglich wollte die Geschäftsleitung bis zu 120 der 1000 britischen Stellen streichen – die Gewerkschaft Unite und der akademische Aufsichtsgremium der Universität konnten dies zwar verhindern, dennoch heißt es für 60 Mitarbeiter nun Goodbye.
Neue Zürcher Zeitung
Die Akademie der bildenden Künste München wird 200 Jahre alt und hat ihre Geschichte zusammengetragen: 200 Jahre Akademie der bildenden Künste München, Hirmer.
Ob Gleichstellungsgesetze etwas bringen? Kathrin Arioli u. a. (Hrsg.): versammelt Beiträge zum Thema Wandel der Geschlechterverhältnisse durch Recht? in diesem Band (Dike-Verlag/Nomos.
Berlin durch die Augen eines jungen slowenischen Dichters: Aleš Šteger: Preussenpark. Berliner Skizzen, Suhrkamp
Daniel Schwartz durchstreift Eurasien, quer durch Raum und Zeit: Schnee in Samarkand. Ein Reisebericht aus dreitausend Jahren (Eichborn) ist „in seinen besten Passagen eine Wundertüte“, allerdings manchmal verwirrend.
Wer sich dem „Halbgott der Architektur“ annähern will, kann das mit einem bei Callwey erschienenen Band tun, den Margo Stipe zusammengetragen hat: Frank Lloyd Wright. Sein Leben erzählt in Briefen, Plänen, Dokumenten.
Stern
Der aktuellen Ausgabe des Stern liegt ein Krimi-Special bei. Vorgestellt wird Autor Massimo Carlotto (Headline: „Der Knastdiplomat“), der als Italiens beühmtestes Justizopfer sechs Jahre unschuldig im Gefängnis saß. Sein neuer Roman Ich vertraue dir ist bei C.Bertelsmann erschienen.
„Operation Mimi“: ein Werkstattbericht von Frank Schulz, der gerade an seinem ersten Krimi schreibt.
Rezensiert werden außerdem …
… unter der Headline Große Namen:
Philipp Kerr, Das letzte Experiment (Wunderlich)
Jeffery Deaver, Der Täuscher (Blanvalet)
Michael Connelly, Echo Park (Heyne)
Walter Mosley, Cinnamon Kiss (Fischer)
Dick und Felix Francis, Abgebrüht (Diogenes)
Ian Rankin, Der Mackenzie Coup (Manhattan)
Val McDermid, Nacht unter Tag (Droemer)
Arne Dahl, Totenmesse (Piper)
Robert Wilson, Andalusisches Requiem (Page & Turner)
Peter James, So gut wie tot (Scherz)
… unter der Headline Hart und heftig:
Roger Smith, Kap der Finsternis (Tropen)
Brent Ghelfi, Im Schatten des Kreml (Heyne-Hardcore)
Andrea Vanoni, Seelenruhig (Diana)
Simon Kernick, Deadline (Heyne)
Tom Rob Smith, Kolyma (DuMont)
Stefán Máni, Das Schiff (Ullstein)
Alan Gifford, P.O.W. – Gefangen (Rütten & Löning)
Zoran Drvenkar, Sorry (Ullstein)
Sebastian Fitzek, Das Kind (Knaur TB)
Tom Knox, Genesis Secret (Hoffmann & Campe)
… unter der Headline Wenig Blut, viel Tiefgang:
Qiu Xiaolong, Blut und rote Seide (Zsolnay)
Asa Larsson, Bis dein Zorn sich legt (C. Bertelsmann)
Gianrico Carofiglio, Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land (Goldmann)
Charles den Tex, Die Zelle (Grafit)
Jan Costin Wagner, Im Winter der Löwen (Eichborn Berlin)
Jorge Volpi, Zeit der Asche (Klett Cotta)
Garry Disher, Beweiskette (Unionsverlag)
Catherine O’Flynn, Was mit Katie geschah (Atrium)
Chris Mooney, Missing (rororo)
Veit Heinichen, Die Ruhe des Stärkeren (Zsolnay)
Oliver Bottini, Jäger in der Nacht (Scherz)
… unter der Headline Es darf auch gelacht werden:
Jakob Arjouni, Der heilige Eddy (Diogenes)
Richard Stark, Keiner rennt für immer (Zsolnay)
Jörg Juretzka, Alles total groovy hier (Rotbuch)
Simon Brett, Ein Toter kommt selten allein (Knaur)
Edward Bunker Lockruf der Nacht (Liebeskind)
A. Lee Martinez, Der automatische Detektiv (Piper)
… unter der Headline Schön böse:
Joseph Wambaugh, Hollywood Station (Bastei Lübbe)
Joseph Wambaugh, Sunset Boulevard (Bastei Lübbe)
Stefan Slupetzky, Lemmings Zorn (rororo)
Jason Starr, Stalking (Diogenes)
Sabine Thiesler, Die Totengräberin (Heyne)
Leif GW Persson, Sühne (btb)
Ernest Tidyman, Shaft und die Geldwäscher (Pendragon)







