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Heinold fragte im März nach Jakob Hegner

Hier die ausführliche Auflösung des Rätsels [mehr…]: Der Verleger, der 21-jährig im Verlag Hermann Seemann unter dem Pseudonym Meta Seemann erstmals publizistisch tätig wurde, war Jakob Hegner (1882–1962).

Er gründete die „Kulturhistorische Liebhaberbibliothek“ und gab mit dem Elsässer René Schickele das „Neue Magazin“ heraus. Kurz nach der Gründung der Gartenstadt Hellerau bei Dresden siedelte er sich dort an und sorgte für die europaweit beachtete Uraufführung von Paul Claudels „Verkündigung“ im dortigen Festspielhaus in seiner eigenen Übersetzung (1913).

Hegner schuf mit seiner Setzerei und Druckerei in Hellerau einen neuen, vielfach nachgeahmten Ausstattungsstil. Der Goldschmied Georg von Mendelssohn entwarf für ihn eine Schrifttype, der angesehene Buchbinder Peter A. Demeter arbeitete für ihn, beide in Hellerau.

Peter de Mendelssohn, der Sohn des Goldschmieds und Biograf von Samuel Fischer und Thomas Mann, hat ihn ebenso liebevoll porträtiert wie der Schriftsteller Friedrich Schnack und der Callwey-Verleger Karl Baur, der bei ihm volontiert hat.

Hegner ging nach dem Ende der Hellerauer Verlagszeit zum grafischen Großbetrieb O. Brandstetter in Leipzig und von da ins Exil. In Zusammenarbeit mit dem Otto Walter Verlag im schweizerischen Olten und der Firmengruppe J. P. Bachem in Köln wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder verlegerisch tätig und starb 1962.

Der Jakob Hegner Verlag gehörte zu den Mitgründern des DTV und ist weiter – allerdings nur als Beteiligungsgesellschaft – bei J. P. Bachem in Köln angesiedelt.

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