
Das Bibliothekszentrum Frankfurt-Sachsenhausen startete gestern Abend mit einer neuen Reihe: Auf dem Sprung heißt sie und wird in Kooperation mit der Literaturzeitschrift Zeichen & Wunder veranstaltet. Unter dieser Überschrift werden in Lesungen Autoren vorgestellt, die noch nicht so bekannt sind.
Hubert Brunträger, Herausgeber der halbjährlich erscheinenden Zeitschrift, die im 19. Jahrgang mit der vorliegenden 52. Ausgabe (November 2008) ein neues Layout erhalten hat, präsentierte den Schriftsteller Rainer Wieczorek. Völlig unbekannt ist der Studienrat allerdings nicht, für den Erzählungsband Zweifelhafte Geschichten, erschienen 2000 bei der Gesellschaft der Hessischen Literaturfreunde Darmstadt, erhielt er den Lichtenberg-Literaturpreis. 2005 veröffentlichte der Justus-von-Liebig-Verlag Der Intendant kommt, erstes Buch einer Trilogie. Dafür wurde Wieczorek mit dem Gerhard-Beier-Preis geehrt.
Gestern Abend las der Autor, der zudem seit 14 Jahren das Literaturhaus in Darmstadt leitet, aus Zweite Stimme, dem zweiten Band der Trilogie, teilweise vorabgedruckt in Zeichen & Wunder. Die Zuhörer erfuhren von einer merkwürdigen Männerfreundschaft zwischen einem Wolkensammler und einem Schriftsetzer, der mit seiner Linotype in den Frühruhestand geschickt wurde.
Rainer Wieczorek ist zuversichtlich. Verhandlungen mit einem Verlag sind im Gang, wenn alles gut geht, werden die beiden ausstehenden Bände seiner Trilogie im nächsten Jahr erscheinen.
Bibliotheksleiter Thomas Schweier hofft, dass sich zur nächsten Veranstaltung Auf dem Sprung, die am 30. Juni geplant ist, noch mehr Interessenten im Zentrum einfinden und sich die Kooperation mit der Gaststätte Lorsbacher Thal bewährt.
JF







