Home > Veranstaltungen > Marx und Engels intim

Marx und Engels intim

Harry Rowohlt, RHA-GF Karl-Heinz Pütz, Gregor Gysi,
Anna Thalbach

So hat man Karl Marx und Friedrich Engels noch nicht erlebt. Der Saal der Berliner Kalkscheune war komplett ausverkauft, als Harry Rowohlt und Gregor Gysi aus dem privaten Briefwechsel der beiden Philosophen lasen. Die Texte, die nie zur Veröffentlichung bestimmt waren, amüsierten und schockierten durch ihre Offenheit und Deftigkeit.

Da wurde gelärmt und gelästert, über Neger und Juden, über die Scheußlichkeit von Wuppertal und die Dummheit der Schweizer, über Frauen, politische Gegner und Anhänger und über „Erbschaftsverhinderer“ wie den Onkel von Karl Marx. „Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche raus“, schrieb Marx, der sein Leben lang unter Geldsorgen litt (Weiter nach der Werbung).

Anna Thalbach sorgte mit ihren Erklärungen und Zwischentönen für den roten Faden und ordnete die Texte, die die Brüder Akstinat ausgegraben haben, in die Zeit ein.

Übrigens: Harry Rowohlt ließ sich eigens die Haare wachsen und sah Marx verblüffend ähnlich. „Glauben Sie, dass heute Abend einige wirr hier heraus gegangen sind?“ erkundigte sich ein Zuhörer nach der Veranstaltung. Gysi: „Davon bin ich überzeugt.“ Als er die Texte zum ersten Mal gelesen habe, sei er auch ein bisschen wirr gewesen.

Für alle, die nicht dabei waren: Der Live-Mitschnitt der einmaligen Veranstaltung wird Ende Mai unter dem Titel „Marx & Engels intim“ bei Random House Audio erscheinen.
ML

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige