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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nachrufe auf Gertrud Fussenegger

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Ina Hartwig rezensiert Olga Tokarczuks Unrast (Schöffling): „umwerfend elegant geschrieben“, findet sie.

Großes Interview mit Alfred Neven DuMont über seinen bei der FVA erschienenen Roman Reise zu Lena und den Rest der Welt.

Ein Nachruf von Harry Nutt auf Getrud Fussenegger – sie starb in Linz im Alter von 96 Jahren.

Söhne und Väter: Jürgen Lodemann über Der große Irrtum. Die Erinnerungen des NSDAP-Mannes Friedrich Lodemann (bup).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Lauren Groff spielt in ihrem Romandebüt Die Monster von Templeton (C.H. Beck) mit dem amerikanischen Gründungsmythos.

Karl Dedecius versammelt Polens moderne Lyriker: Im Band Polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts (Insel).

Annotationen
Gesa Schneider Das andere Schreiben. Kafkas fotografische Poetik (Königshausen & Neumann) und Henning Sußebach Meine Straße (Fischer Tb).

Walter Hinck erinnert an Gertrud Fussenegger.

Die Übersetzerin Eva Moldenhauer wird mit dem Prix Lémanique geehrt.

Die Welt

Die Geschichte des DuMont Verlages erscheint kommende Woche bei Campus unter dem Titel M. DuMont Schauberg. Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur. Recherchiert hat sie Manfred Pohl.

Gertrud Fussenegger wollte keine solche Unabhängigkeit, sondern verfasste lieber Verse auf den Führer. „Ideologiesüchtig“ sei sie gewesen, aber uneitel. In keinem ihrer Werke habe sie versucht, sich besser zu verkaufen als sie war. Ihr Haus der dunklen Krüge (dtv) sichert ihr trotzdem einen Platz in der Literaturgeschichte, meint Ulrich Weinzierl.

Süddeutsche Zeitung

Bei C. H. Beck ist eine Monographie über Horaz von Niklas Holzberg erschienen. Burkhard Müller rezensiert und ist von dem Buch enttäuscht: „Er hat ein liebloses Buch geschrieben, ein unverzeihlich liebloses, wenn man bedenkt, wessen sein Gegenstand in so hohem Grade bedurft hätte.“ Und weiter: „Der Autor rückt Horaz mit allzu vertraulicher Nähe auf dem Pelz, und gerade deshalb sieht er nicht, wie fern dieser einst angesehenste Dichter Europas uns heute steht. … Da müssen wir uns aufmachen über das breite und dunkle Gewässer von zweitausend Jahren; und einem guten Fährmann wäre man dankbar. Der aber ist Holzberg mitnichten.“

Der Norweger Frode Grytten hat einen Erzählband geschrieben. Dabei lässt er sich von zehn Gemälden des amerikanischen Künstlers Edward Hopper zu Liebesgeschichten inspirieren. Eine Frau in der Sonne ist bei Nagel & Kimche erschienen.

In Brüsseler Spitzen. Korruption, Lobbyismus und die Finanzwelt der EU beschreibt die SZ-Redakteurin Jeanne Rubner, woran Europa krankt und was geschaffen werden muss, damit Europäische Union wieder glaubwürdig wird. Erschienen bei C. H. Beck.

Und Kristina Maidt-Zinke gedenkt an Gertrud Fussenegger: „Abermals ist der deutschsprachige Literaturraum um eine jener Persönlichkeiten ärmer, auf die der Begriff ‚Zeugen des Jahrhunderts’ noch zutraf – ein unersetzlicher Verlust.“

Neue Zürcher Zeitung

„Das Feuer in ihren Hirnen“: Andrea Köhler spricht mit dem Autor Michael Greenberg über Der Tag, an dem seine tochter verrückt wurde, dessen Buch bei Hoffmann und Campe erschienen ist.

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