
Gestern Abend stellte Carlo Feber seinen historischen Kriminalroman Der Tote im Winterhafen in der Stadtbibliothek Ludwigshafen vor, der vergangene Woche im Emons Verlag erschienen ist. Den Impuls zu diesem Buch hatte die Leiterin des städtischen Presseamtes, Sigrid Karck, gegeben.
Im Rahmen des Jubiläums „150 Jahre Ludwigshafen am Rhein“ wollte die Stadt gern einen Teil ihrer Geschichte in einem Kriminalroman darstellen. So wandte man sich an den gebürtigen Pfälzer Carlo Feber, der bereits einen historischen Krimi über Osnabrück geschrieben hatte.
Der studierte Politologe Feber recherchierte für das Buch sowohl ausgiebig im Stadtarchiv Ludwigshafen als auch im Unternehmensarchiv der BASF und siedelte seinen Krimi im Jahre 1911 im „deutschen Chicago“ an. Gerade der Winterhafen, auf dessen Gebiet derzeit die Rhein-Galerie entsteht, spielt damals wie heute eine bedeutende Rolle für die Stadt und gab dem Buch den Namen.
„Fasziniert haben mich einerseits die rasante Entwicklung der Stadt in den Boomjahren der Kaiserzeit, aber auch die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben: Besonders das Jahr 1911 erlaubt mir, die Menschen, die damals gelebt haben, in ihrem Umfeld zu porträtieren und dies in einer spannende Krimi-Handlung einzubetten“, sagt Feber.
An einem zentralen Schauplatz des Buches, an dem früher das Gesellschaftshaus stand und sich heute die Stadtbibliothek befindet, fand die Buchpräsentation statt. Mehr als 100 Gäste, darunter Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Buchhändler und interessierte Bürger fanden sich in der voll besetzten Bücherei ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sabine Hampel vom SWR, die bereits einen Fernsehbeitrag über den Autor und sein Buch gedreht hatte. Parallel zur Lesung wurde eine Ausstellung mit Schautafeln des Romans mit historischen Fotos und Dokumenten präsentiert. Am Ende der Veranstaltung kam der Autor zahlreichen Signierwünschen nach.