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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und heute erscheint der neue Schenkel-Krimi

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Die Zeit

Juli Zeh schaut in die Zukunft. In ihrem neuen Roman Corpus delicti (Schöffling) stellt sie sich den Staat als Gesundheitsdiktatur vor. Evelyn Finger ist von dem Buch so begeistert, dass sie den Feuilletonaufmacher für ihren Artikel gekriegt hat.

Iris Radisch hat jetzt herausgefunden, dass Autoren ihre Werke am besten selbst erklären können. Irgendwie scheint sie es immer noch nicht verwunden zu haben, dass der Spiegel vor ihr was zu Kehlmann gemacht hat.

Ein anrührendes Buch: Johanna Adorján erzählt in Eine exklusive Liebe (Luchterhand) vom Selbstmord ihrer Großeltern.

Eine große Spötterin sei am Werk, findet Eberhard Falcke beim Lesen von Sibylle Lewitscharoffs Roman Apostoloff (Suhrkamp): „Familienabgründe als Possenspiel“.

Der kleine Berliner Avantgarde-Verlag The Green Box hat ein Hannah Höch Bilderbuch herausgebracht. Schöne Miniaturen mit Gedichten, die nun endlich aus dem Nachlass veröffentlicht wurden.

Die Deutschen und ihre Nachbarn: Klaus Harpprecht würdigt die verdienstvolle Reihe von C.H. Beck. Namhafte Autoren wie Geert Mak, Thomas Urban, Gerd Ruge und Iso Camartin haben hier (herausgegeben von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker) ihre Bücher über „Deutschlands Nachbarn“ veröffentlicht.

Philip Gourevitch und Erol Morris haben die Geschichte von Abu Ghraib (Hanser) erforscht – ein politischer Skandal für die USA unter Bush.

Damit ist es vorbei in Zeiten von E-Mail: große Korrespondenzen wie die von Erwin Panofsky, die jetzt bei Harrassowitz erschienen ist.

Dauerthema Darwin: Bei Wienand erschienen ist der Band Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen von Pamela Kort und Max Hollein.

Zwei Schweizer Autoren unterwegs in den Alpen: Jürg Frischknecht und Ursula Bäuer haben bei Rotpunkt eine Wegleitung zum Verlassen der Schweiz veröffentlicht.

Rolf Vollmann entdeckt in Pierre Michons Rimbaud der Sohn (Suhrkamp), was richtige Prosa ist.

Annotationen
Axel Honneth, Beate Rössler Von Person zu Person (Suhrkamp) und Shalini Randeria, Andreas Eckert Vom Imperialismus zum Empire (Suhrkamp).

Im Zeit-Magazin: Statt Helmut Schmidt darf Judith Hermann eine Zigarette mit Roger Willemsen rauchen und verrät, dass sie ohne Zigarette einfach weniger Nerven für lange, elegische Sätze habe. Aha.

Frankfurter Rundschau

„Buch drei nach Tannöd“: Andrea Maria Schenkel hat zum heutigen Erscheinen ihres Romans Bunker (Edition Nautilus) der FR ein großes Interview gegeben.

Irmtrud Wojak hat die Biographie von Fritz Bauer (C.H. Beck) geschrieben. Auch so ein Buch, in das gewisse Holocaust-Leugner mal reinschauen sollten.

Eckart von Hirschhausen hat jetzt einen festen Sendeplatz in der FR – mit Auszügen aus seinem neuen Buch Glück kommt selten allein (Rowohlt), das gerade erschienen ist.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Klaus und Thomas Mann: Das Thema gibt immer wieder was her. Zum Beispiel Stoff für den Debütroman Eine Art Verrat von Karl-Heinz Bittel (Osburg). Martin Thoemmes ist außerordentlich angetan von dem Buch.

Die fliegenden Trautmans heißt der Roman von Miriam Toews (Berlin). Ein Klasse Buch, findet Reinhard Helling, warum nur wurde die „Troutmans“ für die deutsche Übersetzung umgetauft?

Annotationen
Marcelo Figueras Das Lied von Leben und Tod (Nagel & Kimche) und Daniela Comani Neuerscheinungen (Frey).

Die Welt

Wie Andrzej Wirth auf die Gruppe 47 angesetzt wurde: Das werden wir in Gerhard Gnaucks Buch Wolke und Weide: Marcel Reich-Ranickis polnische Jahre (Klett-Cotta) nachlesen können. Ab 10. März. Freilich war Wirth nicht der willfährige Spitzel, wie ihn die Stasi tausendfach hervorgebracht hat…

Süddeutsche Zeitung

Die Annie Leibovitz-Ausstellung in Berlin: Georg Dietz hat sie sich angesehen. Das „Begleitbuch“ At Work gibt’s bei Schirmer/Mosel.

Christoph Bartmann rezensiert Qian Zhongshu Die umzingelte Festung (SchirmerGraf): ein „Dokument literarischer Weltklugheit“.

Argument hat Antonio Gramscis Gefängnisbriefe. Briefwechsel mit Tatjana Schucht herausgebracht.

Meine Klassiker – das klingt nett. Ist’s aber nicht immer: das garantiert Hans Traxler (Reclam).

Wenig begeistert ist Christoph Haas von Svetlana Basaras Roman Führer in die innere Mongolei (Kunstmann).

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