
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Ein Satyrspiel unserer Epoche“, sei das neue Buch von Bodo Kirchhoff Erinnerungen an meinen Porsche, das bei Hoffmann und Campe erschien und Wend Kässens feiert das Buch als „Ereignis“.
Ein neues literarischese Radio ist soeben im Internet freigeschaltet worden, das sei eine Art „Perlentaucher des Hörens“. Entstanden aus einem Projekt der Universität Hildesheim soll es so „das Verschwinden literarischer Inhalte aus dem Rundfunk kompensieren“. Partner sind die Literaturhäuser von hamburg und Berlin und die Wochenzeitung Freitag sowie der Berliner Verbrecher Verlag.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Unter „Ruhm und die Rüpel“ macht sich Felicitas von Lovenberg Gedanken über den Umgang mit Daniel Kehlmann (Ruhm, Rowohlt). Sie schließt sich einem schwedischen Rezensenten offenbar an, der meint, Kehlmanns Problem sei, dass er „eine ganze Reihe von Kollegen unmodern wie Wandtelefone“ mache.
„Zimmer ohne Aussicht“: Die Australierin Helen Garner habe mit Das Zimmer (Berlin Verlag) einen „ergreifenden Roman“ geschrieben.
Die Besprechungen von zwei Hommagen an die Evolutionstheorie sind mit „Von Paläopower bis Lebenssinn“ getitelt. Es geht um
> Ulrich Kutschera: Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte bei dtv und
> Thomas Junker, Sabine Paul: Der Darwin-Code bei C.H.Beck.
Annotiert wird unter
> „Körperbetont“ Anne Forst: Von Robottern, Mensch und Gott (Vandenhoek & Ruprecht) und unter
> „Wer läuft Amok?“ das Buch Amok. Geschichte einer Ausbreitung von Heiko Christians beim Aisthesis Verlag.
Auch die FAZ hat sich die Inszenierung von Joseph und seine Brüder (Thomas Mann) durch John von Düffel am Düsseldorfer Schauspiel angesehen.
Im Alter von 90 Jahren ist in New York der Verleger Alfred A. Knopf gestorben. Es war auch in Deutschland kein unbekannter.
Süddeutsche Zeitung
„Der Mensch und das Hyänenschwein“: Tobias Lehmkuhl untersucht am Beispiel von H.G. Wells wie durch Darwin die Science Fiction Literatur entstanden ist. Dabei kommen die Bücher
> Charles Darwin zur Einführung aus dem Junius Verlag von Julia Voss und
> Die Zeitmaschine (dtv) von H.G. Wells und dessen Verfilmung zur Sprache.
„Der Blitz , die Herde und der Tod“ überschreibt Sibylle Cramer ihre Rezension zu Peter Adolphsens Roman Das Herz des Urpferds (Nagel&Kimche), den sie „wunderbar“ findet.
Annotiert werden unter
> „Im Sprachgewirr“ Claudiu M. Florians Roman Zweieinhalb Störche (Transit) und unter
> „Wiener Windeier“ Inge Merkels Roman Das große Spektakel bei Manesse.
Der deutsch-italienische Übersetzerpreis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben und ging, dotiert mit jeweils 7500 Euro, an Sigrid Vagt für den Roman Die Legende von Redenta Tiria (Zsolnay). Marianne Schneider erhält einen Preis für ihr Lebenswerk. Und als beste Nachwuchsübersetzerin wird Esther Hansen für die Übersetzung des Krimis Sardische Vendetta (List) mit einem Aufenthalt in der Villa Massimo bedacht.
Die Welt
Um den italienischen Schriftsteller Felippo Tommaso Marinetti geht es Wolf Leppenies, der unter „Wie der Futurismus die techno-emotionale Küche erfand“ weiß, dass der Dichter die Pasta hasste. Deutsche Titel werden nicht erwähnt.
Neue Zürcher Zeitung
Auf einer ganzen Seite widmet die NZZ unter „Del Pontes Kampf gegen Gummiwände“ dem Buch Im Namen der Anklage. Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit von Carla Del Ponte und Chuck Sudetic bei S. Fischer.
Auch Roman Bucheli setzt sich mit der Erzählweise von Daniel Kehlmann in Ruhm auseinander, die sich insbesondere in dem Abschnitt Rosalie geht sterben verselbständige, indem der Autor als Schöpfer den Dialog mit seiner totkranken Figur aufnimmt.
„Im Königreich der Blinden“ ist ein Gespräch mit dem Schriftsteller Chenjerai Hove aus Simbabwe] gewidmet. Der übersetzt gerade Shakespeares King Lear in seine Muttersprache Shona. Mit Ilija Trojanow hat er in bei Frederking & Thaler Hüter der Sonne herausgegeben.
„Hodlers Landschaftswerk unter Dach und Fach“: Der erste Band des Œuvrekatalogs (Catalogue raisonné der Gemälde) von Ferdinand Hodlers Gemälden im Verlag Scheidegger und Spiess lasse kaum zu wünschen übrig.
„Der Schweizer Beitrag zur deutschen Kulturnation“ wird beim Blick in die nun abgeschlossene Deutsche Biographische Enzyklopädie, die bei K.G.Saur auf 10000 Seiten erschienen ist, gesucht.
„Dracula reloaded“, finde man im Vampir-Roman Das fünfte Imperium von Viktor Pelewin, Luchterhand. „Pelewin hat trotz poppig-postmoderner Gewandung und überbordendem Humor eigentlich einen philosophischen Roman geschrieben“, so Judith Leister.
Martin Krumbholz] ist unter „Böse ist besser“ begeistert von Julia Zanges Début Die Anstalt der besseren Mädchen bei Suhrkamp.