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Buchvorstellung mit Klavierillustration

Konzert für die linke Hand
Buchvorstellung mit Klavierillustration

Lea Singer und Georgi Mundrov

Gestern Abend bot die Romanfabrik in Frankfurt am Main ihrem Publikum wieder ein zweifaches Vergnügen: Lea Singer stellte ihren Roman Konzert für die linke Hand, im Oktober 2008 bei Hoffmann und Campe erschienen, vor; Georgi Mundrov bewies eindrucksvoll, dass es tatsächlich möglich ist, mit nur einer Hand Klavier zu spielen.

Lea Singer veröffentlicht seit über 20 Jahren Bücher; ihre Sachbücher erschienen unter ihrem eigentlichen Namen Eva Gesine Baur, ihre Romane unter dem Pseudonym. Die promovierte Kunst- und Musikwissenschaftlerin sowie Psychologin hat sich bereits mit Musikern wie Mozart, Verdi, Vivaldi und Puccini beschäftigt. Herausragende Kenntnisse und tiefgründige Recherche zeichnen ihr Buch aus, das nicht nur von der Sinnsuche des Millionärssohnes Paul Wittgenstein berichtet, sondern auch ein Porträt der österreichischen Familie zeichnet.

Romanfabrik-Chef Michael Hohmann weist zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass für den musikalischen Vortrag der Flügel extra umgestellt wurde – so können die Gäste genau auf die linke Hand des Pianisten schauen.

Lea Singer liest Passagen aus dem Roman und schildert erste Konzerte Paul Wittgensteins, den Verlust seines rechten Arms im ersten Weltkrieg, das Treffen mit Maurice Ravel in dessen skurrilem Haus und die berührende erste Begegnung mit seiner späteren Frau Hilde Schania.

Zwischen diesen Passagen spielt Georgi Mundrov – für ihn ist das öffentliche Spielen nur mit der linken Hand eine gelungene Premiere – Stücke von Rudolf Braun, einem zu Unrecht vergessenen Komponisten, Paul Wittgensteins berühmtem Lehrer Teodor Leszetycki und Alexander Scrjabin.

Geld macht nicht glücklich – das beweist die tragische Familiengeschichte der Wittgensteins. Der Roman ist jedoch auch ein Plädoyer für Willensstärke und Mut selbst in verzweifelter und aussichtslos scheinender Lage.

JF

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