
Gestern präsentierte der Hoffmann und Campe Verlag in Zürich den Titel Der UBS-Crash. Wie eine Großbank Milliarden verspielte von Lukas Hässig, der nächste Woche auch auf dem deutschen Markt an den Start geht.
Zur Vorstellung des Buches lud der Verlag in die traditionsreichen Räume des Zunfthauses zur Saffran an den Limmatquai. Mehr als 20 Journalisten folgten der Einladung.
In einem Gespräch mit Verlagsleiter Günter Berg und den Medienvertretern zeigte der Schweizer Autor Lukas Hässig die Hintergründe und Zusammenhänge des Scheiterns der UBS auf, die zu den weltweit größten und renommiertesten Bankhäusern gehört.
Der Zeitpunkt war gut gewählt: Heute gibt die vom Staat gerettete UBS auf ihrer Jahrespressekonferenz einen historischen Jahresverlust bekannt. Mit der geplanten Rettungsaktion riskiert jeder Bürger des Landes rund 10.000 Franken. Der Absturz einer der glänzendsten Marken des internationalen Bankings sei, so Hässig in seinem Buch, nicht die Folge einer Naturkatastrophe, wie die Verantwortlichen bis heute Glauben machen wollen, sondern das Ergebnis von jahrelangem Schlendrian, Ignorieren von Warnungen und Gier nach Macht, Größe und Geld.