Home > Auszeichnungen > Berlin: Ein Abend mit Karl Schlögel, dem Preisträger des Leipziger Buchpreises

Berlin: Ein Abend mit Karl Schlögel, dem Preisträger des Leipziger Buchpreises

v.l.: Karl Schlögel, Jens Bisky

Zum Auftakt der Leipziger Buchmesse erhält der in Berlin lebende Historiker Karl Schlögel am 11. März den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2009 [mehr…].

Gestern präsentierte sich der Preisträger, der an der Universität Frankfurt/Oder lehrt, schon einmal in der Akademie der Künste am Hanseatenweg der Öffentlichkeit. Für die Stadt Leipzig begrüßte Bürgermeister Georg Girardet rund 100 Gäste, darunter Jurymitglieder und mit Michail Ryklin und Bora Ćosić zwei Preisträger der Vorjahre. Auch Buchmessedirektor Oliver Zille war aus Leipzig angereist.

Vor einem Jahr hatte Schlögel in Berlin Geert Mak vorgestellt, der 2008 mit dem Preis geehrt wurde [mehr…]. Gestern saß Schlögel wieder auf dem Podium – als Preisträger. Schlögel erhält die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Buch Terror und Traum. Moskau 1937 (Hanser Verlag). In dem von Jens Bisky klug moderierten Gespräch beeindruckte Schlögel das Publikum durch sein enormes Wissen über das Schreckensjahr in Moskau. Es sei das größte Problem der Nachkriegsgenerationen sich die Gräuel der damaligen Zeit überhaupt vorzustellen.

Voller Respekt drehten sich die Gespräche beim anschließenden Empfang um Schlögels Leistung. Die einen, die es bereits gelesen haben, bezeichneten das Buch als „eines der großen Leseerlebnisse des vergangenen Jahres“ (Christoph Hein), andere eilten – neugierig geworden – zum Büchertisch.

Und man darf gespannt sein. Schlögel hat bereits das nächste Buch im Kopf. Das wird dann von den Grenzen der Erzählbarkeit von Geschichte handeln.
ML

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige