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Premio Nadal geht an Maruja Torres und Rubén Abella

Gestern wurde – wie jedes Jahr seit 1944 – am Abend des Drei-König-Tags in einer großen Gala im Hotel Avenida Palace in Barcelona der Premio Nadal vergeben.

Die Hauptpreisträgerin wurde Maruja Torres mit ihrem Roman Esperadme en el cielo („Wartet auf mich im Himmel“). Zum Finalisten wurde Rubén Abella für sein Manuskript El libro del amor esquivo („Das Buch einer spröden Liebe“) gekürt. Der Premio Nadal ist der älteste Literaturpreis Spaniens und genießt hohes Ansehen.

Traditionell wird gleichzeitig der Premio Josep Pla verliehen, der dieses Jahr an den TV-Journalisten Gaspar Hernàndez für seinen Debüt-Roman El silenci („Das Schweigen“) geht. Für diese Auszeichnung optieren unveröffentlichte Manuskripte in katalanischer Sprache.

Der Premio Nadal und der Premio Josep Pla werden beide durch den Verlag Ediciones Destino vergeben, einer der klassischen Verlage moderner spanischer Literatur, der heute zur Grupo Planeta gehört.

In der langen Geschichte es Premio Nadal finden sich viele Namen von bedeutenden spanischsprachigen Schriftstellern, manche von ihnen sind längst Klassiker der spanischen Literatur des 20. Jahrhunderts geworden: Carmen Laforet, Miguel Delibes, Carmen Martín Gaite, Juan José Millas, Ana Maria Matute, Fernando Arrabal, Lorenzo Silva, um nur einige zu nennen.

Für die diesjährige Ausgabe des Premio Nadal hatten sich insgesamt 274 Autoren mit ihren Manuskripten präsentiert.

Die prämierten Romane werden Anfang Februar in die Buchhandlungen kommen. Damit verbunden ist eine gemeinsame Promotions-Tour der drei Preisträger durch die großen Städte Spaniens. Die beiden abschließenden Höhepunkte dieser Tournee bilden der Día Sant Jordi in Barcelona am 23. April, und die Feria del Libro Ende Mai in Madrid.

Von Maruja Torres ist auf Deutsch bislang nur der Roman „Er ist’s! – Eine phantastische Reise zu Julio Iglesias“ (Kiepenheuer & Witsch, 1990) erschienen, Rubén Abellas Bücher sind noch unveröffentlicht.

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