
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Die Zeit
…präsentiert ihr 2. Literaturmagazin [mehr…]. Hier der Inhalt:

Frankfurter Rundschau
Zwei im Geiste? Robert Saviano und Salman Rushdie – beide von Extremisten bedroht, trafen sich in Stockholm. Das Treffen war für die Schwedische Akademie eine Art Buße für alte Sünden – hatte sie sich doch 1989 geweigert, eine Solidaritätskundgebung für von Islamististen zum Abschuss freigegebenen Rushdie zu unterzeichnen. Der berüchtigte Sekretär Horace Engdahl [mehr…] war auch dabei, Glück für ihn, dass es sich bei seinen beiden Gästen nicht um ungebildete amerikanische Autoren handelt…
„Uneitel, kundig, differenziert“ , so sei Jonathan Littells Georgisches Reisetagebuch (Berlin), findet Ina Hartwig – da scheint es sehr anders zu sein als die Wohlgesinnten.
Große Rezension von Miroslaw Nahacz’ Roman Bombel (weissbooks.w – die Literatur hat einen „heiligen Trinker“ mehr, findet Jaroslaw Piwowarski. Wir wollen nicht ulken – aber heißt Piwo in diversen slawischen Sprachen nicht „Bier“? Tragisch: Der hochbegabte Autor Nahacz nahm sich mit 23 Jahren im Sommer 2007 das Leben, und ein großer Roman von ihm soll noch ungedruckt sein…
Annotation
Ernst Solèr Staub im Schnee (Grafit)
Kleiner Seitenhieb auf MRR und seine Wichtigtuerei in Sachen Preise [mehr…]: Auf einer Doppelseite zum 60. von Bambi grinst er uns an: Naja, als er DIESEN Preis ohne Gemaul annahm, war es 1989…
Und der ein Buch geschrieben lassen habende „Superstar“ Mark Medlock muss wegen Körperverletzung und Beleidigung in einem Saunaclub möglicherweise in den Knast. Ob er da wenigstens die Klappe hält?
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Unter „Russische Justiz“ wird der Mordfall Anna Politkowskaja noch einmal reflektiert.
Zur FAZ-Literaturbeilage zu Weihnachten stellen Margaret Atwood und Wallace Stegner die Frage nach dem Geld – und auch sonst verspricht das eine interessante Ausgabe zu werden.
Da wird sich der kleine Ölbaum Verlag freuen: Alain Claude Sulzer bespricht ganz groß den Alexander Granach-Briefband Du mein liebes Stück Heimat unter dem Titel „Wenn erspielte, wackelte der Kronleuchter“.
Ein „böses Glanzstück“ ist Philipp Moogs Roman Lebenslänglich (DuMont), findet Rezensent Kolja Mensing. Aber gab es den Titel nicht schon mal? Von Marcus Clake?
Annotationen
Sandra Beck Reden an die Lebenden und an die Toten (Röhrig Universitätsverlag) und Britta Mühlbauer Lebenslänglich (Deuticke). Wir wiederholen die Frage von oben.
Bücher für den Gabentisch im „Reiseblatt
Asiatische Interiors (DVA), Münchner Hausberge im Panorama (Edition Panorama), Hamburg schwarz-weiß (Edition Temmen), Transsibirische Eisenbahn (Bucher), Die Königinnen der Meere (Delius Klasing), Over. Der American Way of Life (Schirmer/Mosel) und Georgien (Edition Braus).
Und eine ganze Bilderseite aus The Invention of Paradise 1845-1870 – Fotos des französischen Marine-Kommandanten Paul-Émile Miots vom Paradies Tahiti, und auf einem Foto hat er – das wurde erst jetzt entdeckt – Gauguin vor die Linse gekriegt – natürlich umrahmt von zwei blutjungen Ladies (Verlag Daniel Blau).
Die Welt
Nichts für uns heute.
Süddeutsche Zeitung
Vorausschau auf Peter-André Alts Kafka und der Film, das im Februar 2009 bei C.H. Beck erscheint. Soviel sei verraten: Kafkas Schloss ist die Burg Oravský bei Dolný Kubín, und welcher Film wurde dort gedreht? Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu. Kafka war, wie wir nicht zuletzt von Hanns Zischler wissen, ein begeisterter Kinogänger: Zwar steht in seinem Tagebuch nirgends, dass er den Film gesehen habe, aber eigentlich kann es gar nicht anders sein…
Thomas von Steinaecker bespricht Art Spiegelmans Breakdowns (S. Fischer): „Sternstunden berauschter Andeutungskunst“.
Ulrich Baron hat sich die Erzählungen von Alice Munro Wozu wollen Sie das wissen (S. Fischer) angesehen, und Alexander Kissler rezensiert die bei Rowohlt erschienene Biografie Helmut James von Moltke von Jochen Köhler.
Heute erscheint in Dänemark der skandalumwitterte Aisha-Roman. Das Erscheinen der deutschen Ausgabe bei Pendo ist bereits erfolgt. Völlig geräuschlos.
„Projekt Selbstzerstörung in Gütersloh“, schreibt Hans-Jürgen Jakobs über das Aus von Lykos Europe. Christoph Mohn habe das Unternehmen ins Aus gesteuert.
Kleine Meldung um Skandalnudel Eva Herman (wir erinnern uns dunkel an ihre doofen Sprüche, für die sie vom ZDF gefeuert wurde): Jetzt sollen Tagesschau-Kollegen als Zeugen aussagen, ob Herman eher eine Feste oder eine Freie bei Sender war. Sollte so was nicht eigentlich in einem Vertrag stehen?