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Bücher und Autoren in den Feuilletons – Thomas Mann-Privatbibliothek endlich vereint und Romane erklären die Wissenschaft

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Feuilleton äußert sich Nassim Nicholas Taleb im Interview „Banker weg, wir brauchen eine Revolution!“ zur Finanzkrise. Der Autor von Der Schwarze Schwan habe diese Krise vorausgesehen und findet, dass es noch schlimmer kommen wird, wenn wir nicht das Finanzsystem wechseln.

Die Bayerische Staatsbibliothek konnte dem Zürcher Thomas-Mann-Archiv jetzt die 1933 von den Nationalsozialisten beschlagnahmten Werke aus der Privatbibliothek des Schriftstellers zurückgeben.

„Und es war November“: Alfred Döblins vierbändige Reihe November 1918. Eine deutsche Revolution erscheint jetzt im S. Fischer Verlag als gebundene Einzelbände. Enttäuschend sei aber, dass man kein neues Nachwort verfasst habe, der Text sei aus dem Kindler Literaturlexikon abgedruckt worden.

“Ausreißergeschichten“: Regina Marxer, eine Künstlerin aus Liechtenstein, habe mit ihrem Buch Nichts ist was es scheint (Stroemfeld Verlag) ein kurioses Werk geschaffen, ein Buch bestehend aus Schnipseln, Zeichnungen und Geschichten, die man alle mithilfe einer Perforierung der Seiten auch herausreißen und anderweitig verwenden könne.

“Die Wiederkehr des Kreisverkehrs“: Peter Fleischmanns 60er-Jahre-Roman Die Zukunftsangst der Deutschen (Fahrenheit Verlag) erhält eine eindeutige Kritik von Thomas Scholz: Peter Fleischmann „vermengt die Überbleibsel des Dritten Reiches nicht mit Erotik, sondern mit altersmüder Pornographie“.

“Der Wunderknabe hat alle an der Nase herumgeführt“: Christian Schärf befasst sich mit Pierre Michons Rimbaud der Sohn (Suhrkamp Verlag), der der Frage auf den Grund geht, ob Arthur Rimbaud ein Genie oder ein Scharlatan war.

Süddeutsche Zeitung

„Vergesst die Experten“: Hier widmet sich Thomas Steinfeld einer aufrüttelnden These. Ein englischer Zeitschriftenartikel stellte die Frage, ob Romane die Welt besser erklären können als die Wissenschaft. Verfasst von David Lewis und Dennis Rodgers, die an der London School of Economics lehren, kamen zu folgender Erkenntnis: „Trotz einer regelmäßigen Produktion von akademischen Studien, Expertenberichten und strategisch motivierten Positionspapieren leisten Romanautoren vermutlich ebenso gut – wenn nicht bessere – Arbeit, wenn es um die Darstellung und Vermittlung von Tatsachen der internationalen Entwicklung geht.“

In “Vorsicht, er ist ein freier Autor!“ steht Norman Mailer im Mittelpunkt eines Artikels, der die Beweggründe zu klären versucht, warum das FBI den Schriftsteller auf dem Kieker hatte.

„Auf schwarzem Gletscher“: Joachim Sartorius berichtet über eine nicht so häufig vorkommende Begebenheit: Maler Per Kirkeby legte den Pinsel zur Seite und begann zu dichten. Das Ergebnis: Liniertes Papier. Zweisprachige Ausgabe (Verlag Kleinheinrich).

„Importierte Märtyrer“: Harald Meller, Ingo Mundt und Boje Schmuhl geben im Verlag Schnell und Steiner einen Bildband heraus, der die prominentesten Stücke des Halberstädter Domschatzes vorstellt: Der heilige Schatz im Dom zu Halberstadt.

Frankfurter Rundschau

“Ein Leben in und mit der Literatur“: Peter Härtling feiert heute seinen 75. Geburtstag und die Rundschau widmet ihm, dem Kinderbuchautor, Lyriker, Biographen, Verleger und Publizisten, ein Porträt.

„Versuch einer Rekonstruktion“: György Dalos rollt die Milan Kundera-Affäre auf und rekonsturiert das Jahr 1950.

Die Welt

Im Feuilleton heute ein Interview mit John le Carré über die Wahl des amerikanischen Präsidenten und was diese Entscheidung über die Welt aussagt.

„Aus den letzten Tagen der Menschheit“: Der Historiker Anton Holzer enthüllt, dass bereits im Ersten Weltkrieg systematisch Zivilisten ermordet wurden. Er fand die Zeugnisse und wertete sie aus, mit folgendem Ergebnis: Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918 (Primus).

Die Zeit

“Der Schatten im Licht“: Aravind Adigas Roman Der weiße Tiger ist erneut im Focus der Aufmerksamkeit.

Ulrich Greiner erklärt, was die Literatur zum Wahlsieg von Obama beigetragen habe.

“Zauberhafter Lügner“: Amos Oz beantwortet Leserfragen (sein Roman Verse auf Leben und Tod ist im Suhrkamp Verlag erschienen).

In „Lesen Sie Andersch!“ wird an Alfred Andersch erinnert, zu dessen Werk jetzt das Buch Seine Welt – in Texten, Bildern, Dokumenten bei Edition text + kritik erscheint.

„Erste Liebe“ befasst sich mit Wolf Biermanns Berlin, du deutsche Frau (Verlag Hoffmann und Campe).

„Wir sind Fisch, sind Wurm“: Das Buch Der Fisch in uns von Neil Shubin (Fischer Verlag) vergleicht den Menschen und den Fisch miteinander, was laut Urs Willmann teils recht skurril anmutet.

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