
„Verlage zum Anfassen“ heißt das außergewöhnliche Projekt mit dem die Buchhandlung Thomas Gralla kleinen literarischen Verlagen regelmäßig eine Plattform bietet. Für mehrere Wochen ist nun Matthes & Seitz Berlin mit dem aktuelle Programm und ausgewählten Backlisttiteln zu Gast.
Zum Auftakt der Verlagspräsentation stellten sich gestern Abend Verleger Andreas Rötzer und sein Team in der Buchhandlung vor. Das Publikum blätterte in den Büchern und genoss bei Prosecco und Rotwein die Möglichkeit, mit einem leibhaftigen Verleger ins Gespräch zu kommen. Und der freute sich über ein so aufmerksames Publikum. „Ich hatte das Gefühl auf echte Leser zu stoßen“, sagte Rötzer nach der Veranstaltung. „Es hat Spaß gemacht, den Verlag in einer solchen Buchhandlung vorzustellen.“
Höhepunkt des Abends war eine Lesung des Berliner Autors Klaus Ferentschik, der aus seinem neuen Buch „Der Weltmaschinenroman“ las, der in zwei Wochen erscheint. Mit der Weltmaschine überraschte Ferentschik nicht nur das Publikum, das Thema dürfte auch sonst für viel Aufmerksamkeit sorgen, denn die Maschine feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.
Im Mittelpunkt des biografischen Romans steht der Erbauer der Weltmaschine, Franz Gsellmann. Der Landwirt aus der Steiermark war anlässlich der Weltausstellung 1958 so fasziniert von dem Atomium, dass er nach Brüssel reiste und sofort nach seiner Rückkehr mit dem Bau einer Maschine begann, die ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1981 beschäftigte. Das Kunstwerk, ähnlich den Werken Jean Tinguelys, wird später als Weltmaschine bekannt, und ist bis heute ein Touristenmagnet. Im Herbst sind zahlreiche Aktivitäten rund um das Jubiläum der Weltmaschine geplant www.weltmaschine.at.
Ferentschiks Roman mit Illustrationen von [Horst Hussel erscheint auch als Vorzugsausgabe mit einer Originalgrafik des Künstlers.
ML







