
Programmgeschäftsführer Jörg Bong begrüßte Reiner Kunze und Frau Elisabeth Kunze herzlich im S. Fischer Verlag Frankfurt – seit 1970 publiziert der Verlag Bücher des Schriftstellers, mittlerweile sind hier 20 Titel erschienen.
Jörg Bong zitierte den Autor zum Abschluss seiner Einleitung: „Einladung zu einer Tasse Jasmintee: Treten Sie ein, legen Sie Ihre Traurigkeit ab, hier dürfen Sie schweigen“. Die Zuhörer schwiegen – Reiner Kunze, der vor kurzem seinen 75. Geburtstag feierte, las mit Verve und begeisterte sein Publikum mit Gedichten aus frühen Jahren bis zu jenen aus dem 2007 veröffentlichten Band „lindennacht“. Mit viel Beifall wurde ihm für diese „Geburtstagslesung“ gedankt.
In der kürzlich gegründeten Reiner und Elisabett Kunze-Stiftung sollen nach dem Tod der Stifter amtliche Dokumente, Briefe u.a. Material am Beispiel eines Schriftstellerlebens einen Eindruck davon vermitteln, wie im geteilten Deutschland die Mauer mitten durch den Menschen hindurchging. Andererseits ist es ein Anliegen der Stifter, mit einer Dauerausstellung von Werken zeitgenössischer Kunst sowie literarischer Texte, die über Länder- und Sprachgrenzen hinweg aufeinander Bezug nehmen, das Völkerverbindende der künstlerischen Inspiration zu zeigen. „Wir haben jetzt schon ein recht umfangreiches Archiv, aber es ist noch so viel zu tun!“, verriet Elisabeth Kunze. Ihnen sei alle Zeit gegönnt.
JF






