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Schweiz: Streit um die Verlagsprämien der Kulturstiftung Pro Helvetia

Am 3. September hat die schweizerische Kulturstiftung Pro Helvetia ihre Verlagsprämien in nicht unbeträchtlicher Höhe verteilt. Nun gibt es Streit darum, berichtet der Klein Report.

So ging der Höchstbetrag 75 000 Franken ausgerechnet an Nagel & Kimche, der zum deutschen Hanser Verlag gehört. Der Bilgerverlag bekam immerhin 25 000 Franken ab. „Ich fühle mich verschaukelt, und ich werde den Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht anfechten“, lässt sich nun Verleger Peter Haag vom Kein & Aber Verlag gegenüber dem Klein Report vernehmen.

Es gehe ihm nicht darum, dass er nicht berücksichtigt worden sei, betonte er, sondern dass Pro Helvetia die eigenen Regeln nicht einhalte. So müssten laut Ausschreibung „unabhängige Verlage mit Standort in der Schweiz“ berücksichtigt werden, was bei Nagel & Kimche nicht der Fall sei. Außerdem sei Verleger Rico Bilger sei bereits vor wenigen Jahren ausgezeichnet worden.

Die Stiftung blieb bei ihrer Position. Ob sie mit ihrer Begründung die Wogen glätten kann, ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls scheint die Sache jetzt vor Gericht zu gehen.

Nun erreicht uns ein Leserbrief Urs Kummer von der Edition Epoca: „Alles wie gehabt: jene die Kohle kriegen haben schon gekriegt (Bilgerverlag) und der Carl Hanser Verlag in München wird (via Nagel & Kimche) mit Schweizer Fördergeldern bedacht. Die Pro Helvetia führt sich ad absurdum: es wäre zum lachen, wenn es nicht zum heulen wäre.“

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