Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist in diesem Jahr Preisträger der „Quadriga“, heißt es in einer Pressemitteilung von Wikipedia.
Die vom Verein Werktstatt Deutschland verliehene Trophäe wird am 3. Oktober 2008 in der Komischen Oper in Berlin von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales entgegengenommen werden. „Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird dem gemeinnützigen Verein Wikimedia Deutschland zu Gute kommen, der sich seit Jahren für die freie Enzyklopädie Wikipedia engagiert“, kündigt das Unternehmen an.
Die renommierte Auszeichnung wird seit 2003 am Tag der Deutschen Einheit verliehen an jeweils vier Persönlichkeiten oder Gruppen, die sich mit ihrem Engagement zu Vision, Mut und Verantwortung bekennen und sich dafür einsetzen, eine bessere Welt zu schaffen.
Aus der Begründung für die Auswahl: Wikipedia wird für die „Mission der Aufklärung“ geehrt. Die Online-Enzyklopädie verwirklicht einen uralten Traum der Menschheit: das Wissen der Welt an einem Ort zu sammeln. Gemeinschaftsgeist, Partizipation und Freiwilligkeit bilden das Kraftzentrum des weltweiten Projektes. Die Vision des Gründers Jimmy Wales: Jede Frau und jeder Mann kann zu jeder Zeit an jedem Ort durch einen Klick zum Autor werden. Fehlende Gatekeeper und kostenfreie Nutzung machen das Erfolgsgeheimnis des inzwischen auf 262 Sprachen und über 10 Millionen Artikeln gewachsenen Netzwerkes aus.
Die weiteren Preisträger 2008 sind der Präsident Serbiens Boris Tadic; für seine Bemühungen zur europäischen Integration des Landes, der Franziskanerpater Eckart Höfling für sein Lebenswerk in der brasilianischen Jugendhilfe und der Musiker Peter Gabriel für sein Engagement mit WITNESS als „You-Tube der Menschenrechte“.
Mit der Quadriga wurden bereits namhafte Personen des politischen Lebens ausgezeichnet, darunter der Aga Khan, der Ministerpräsident der Republik Türkei Recep Tayyip Erdogan, der Architekt Sir Norman Foster, der Premierminister des Großherzogtums Luxemburg Jean-Claude Juncker, der Präsident der Islamischen Republik Afghanistan Hamid Karzai, der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Dr. Helmut Kohl, der Präsident der Ukraine Wiktor Juschtschenko, der Staatspräsident von Israel Shimon Peres, der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Gerhard Schröder, das Magazin Der Spiegel und Königin Silvia von Schweden. Laudatoren waren unter anderen Kurt Beck, Michail S. Gorbatschow, Joschka Fischer, Dr. José Ramos-Horta, Dr. Bernard Kouchner, Dr. Wolfgang Schäuble, Lech Walesa und Sir Peter Ustinov.