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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der Glamour des Romans in Erwartung der Longlist heute

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen.

Frankfurter Rundschau

Ulf Erdmann Ziegler schreibt unter „Introvertierter Star“ eine „wilde Erinnerung an den Kunsthistoriker Michael Baxandall„, der am Montag gestorben ist. Aber sein Buch über die deutschen Holzschnitzer müsse man unbedingt noch bestellen.

Erwähnt wird die neue Reihe von Wallstein über das Vergessen, die in Kooperation mit Wüstenrot kommt (wir berichteten) und dass der Helmle Übersezerpreis an Nicole Bary geht.

Sven Hanuschek kritisiert unter „In der Anderschfalle“ die neue Diskussion um Vorwürfe gegen Alfred Andersch: „Ich sehe nicht, dass es Germanisten und Schriftstellern, die dreißig Jahre jünger sind, zustünde, diese Haltung mit Vorwürfen zu bedenken.“

Und es gibt wieder einen Krimitipp: Sylvia Staude schreibt unter „Das Dorf, das sich nicht genug fürchtete“ über den, wie sie findet, „großartigen“ Roman Paris Trout von Pete Dexter (Liebeskind).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Aufmacher ist anlässlich einer Doppelausstellung die Frage: Wäre Heinrich von Kleist Offizier der SS gewesen?“.

Im Kommentar stellt man sich die Frage, ob die ehemalige Kulturhauptstadt Graz zur Literaturstadt taugt, nachdem sich Verlage und eine Literaturzeitschrift der Stadt mit Graz literarisch auseinandergesetzt haben.

Thomas Meissner schreibt unter „Trau keinem Gefühl“ über die „Ästhetik der Anästhesie“ Des Buches „Immune Erzähler, Flaubert und die Affektpolitik des modernen Romans“ von Martin von Koppenfels (Fink).

Unter „Mein Haus, mein Labyrinth“ bespricht Melanie Mühl das „anrührende“ Sachbuch von Cyrille Offermans „Warum ich meine demente Mutter belüge“ , die schreibt, wie „es sich an der Seite eines Menschen lebt, in dessen Kopf der Krieg tobt“.

Einen kurzen Eindruck vom Peking unter seinen olympischen Spielen gibt Autor Yu Hua, dessen Bücher „Leben!“ und „Der Mann, er sein Blut verkaufte“ jetzt bei btb als Taschenbuch zu haben sind und dessen Buch „Brüder“ nächstes Jahr folgen soll.

Kurzkritiken: Betitelt mit „Das Tier bin ich“ wird auf „Ich, das Tier“, ein Sammelband über Tiere als Persönlichkeiten der Kulturgeschichte, aus dem Ditrich Reimer Verlag hingewiesen.

Schließlich wird unter dem Titel „Alleswisser“ das französisch erschienene Buch „Les Freres Reinach“ aus dem Verlag Academie des Inscriptions et Belles-Lettres – Diffusion De Boccard vorgestellt, das das faszinierende Brüder-Trio einer deutsch-französisch-jüdischen Bankiersdynastie porträtiert.

Die Welt

Gegen die Rücknahme von Sherry Jones‘ Roman „Jewel von Medina“ [mehr…] (Random House)vom amerikanischen Markt protestiert nun der dänische Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard, wird gemeldet. „Die Fanatiker haben gewonnen, wenn wir zurückweichen“, wird er zitiert. Spiegel.de widmet dem eine Story, hier: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,572935,00.html,

Hendrik Werner kommentiert unter „Mogelpackung Klappentext“ die Praxis mancher Verlage, selbst negative Rezensionen durch geschickte Wortauswahl gelegentlich werblich umzunutzen.

Werner gratuliert außerdem dem Dichter und Denker Luciano de Crescenzo zum 80. Geburtstag Geburtstag.

Süddeutsche Zeitung

Der Schriftsteller und Unternehmer Ernst-Wilhelm Händler schreibt (anlässlich der heute bekannt werdenden Longlist der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis 2008) über den „Glamour des Romans“: Seine These: „Nicht der Autor verkörpert den genialen Geist der Zeit, sondern der Vielleser“.

„Lucky Luciano“: Auch Volker Breidecker gratuliert „Neapels Bestsellerautor“ Luciano de Crescenzo zum 80. Geburtstag.

„Fremd wie ein Engel im Teflon-Land“: Tobias Lehmkuhl begleitet den Reiseschriftsteller Wolfgang Büscher bei der Arbeit.

„Es war doch ein Volk der Ideen“ titelt Siegfried Weichlein seine Besprechung über „Nation – Volk – Rasse. Radikaler Nationalismus im Deutschen Kaiserreich 1890-1914“ von Peter Walkenhorst, das bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen ist. Der Autor verspreche eine moderne Ideengeschichte der mentalen Raster und Diskursmuster. „In der Durchführung dieses Programms bleibt er jedoch konverntionell“, so Weichlein.

Joseph Hanimann hat sich den Roman „Oda“ von Ketil Bjørnstad aus dem Insel Verlag angesehen. In dem bereits 1983 in Norwegen erschienenen Buch erzählt Bjørnstad das Leben einer Portraitmalerin nach. „Etwas weniger direkte Rede und etwas straffer geführte Erzählungsabläufe wären dem Buch zuträglich gewesen“, findet Hanimann.

Gemeldet wird, dass der mit 8000 Euro dotierte Eugen-Helmle-Übersetzerpreis 2008 an die Französin Nicole Bary geht, die jüngere deutsche Autoren ins Französische übertragen hat.

Im Wirtschaftsteil wird Doris Dörrie (zuletzt „Kirschblüten“ bei Diogenes) zur Wirtschaftlichkeit ihres Tuns interviewt. Sie verneint, ein Vermögen gemacht zu haben und empfinde das als ein Glück. „Ich stelle es mir anstrengend vor sehr reich zu sein“. Das ganze Interview finden Sie hier

Financial Times Deutschland

Die FTD berichtet darüber, dass die Deutsche Telekom das weltweit erste Google-Handy verkaufen wird und beginnt, die Nachricht berge eine Prise Ironie, denn sie werde damit ihren Lieblingspartner Apple angreifen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass sich das iPhone in Deutschland nur schleppend verkaufe.

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