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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und über das „Prinzip Taschen“ und Andy Warhol

Heute ist natürlich fast überall das große Thema der Popartkünstler, der heute achtzig

Jahre alt geworden wäre – und amüsant die Frage : „Wer hat den Schwersten? Warum Bildbände immer größer werden“

Frankfurter Rundschau

Renate Wiggershaus schreibt unter der Headline „Den Augenblick umarmen“ über den fünften und letzten Band von Virginia Woolfs „Tagebüchern“ (die Jahre 1936 bis 1941) (S. Fischer)

und Arno Widmann findet, dass bei den Fotos des Malers Cy Twombly („Fotographs“ , SchirmerMosel) „Das Aufregendste ist die Ruhe“ (Headline); seine Kunst sei die des Weglassens.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine ganze Seite widmet die Zeitung unter „Andy Warhol für alle“ dem Popartkünstler, der heute achtzig Jahre alt geworden wäre.

Katharina Teutsch findet, dass Monique Schwitter mit „Ohren haben keine Lider“ (Residenz) einen „sprachlich schnurrenden“ Roman geschrieben habe, einen „Entwicklungsroman“, wie die Autorin sagt. In dem wird allerdings „eine Zimmerlinde gekillt, eine Kissenfee totgetrampelt“.

Gesine Hindemith schreibt über Peter Beards Afrikaklassiker „Die letzte Jagd“, der bei Taschen neu bearbeitet erscheint: Die neue Fassung zeige, dass „er nur Vorbote einer noch schrecklicheren Katastrophe war.“

Kurz wird besprochen: (Headline: „Günstiger Augenblick“) ein Gedenkvortrag an Franz Boll (Aby M. Warburg: Per monstra ad speram – Sternglaube und Bilddeutung“ (Dölling & Galitz, Hamburg)
und unter „Verfallserscheinung“ Jutta Weber „Rost in Kunst und Alltag des 20. Jahrhunderts“ (Dietrich Reimer Verlag)

Ach ja: DVD-Fans finden heute eine Extraseite – u.a. über Dirty Harry…

Die Welt

Berthold Seewald befürchtet: „Die Briefedition des berühmten Historikers Leopold von Ranke droht ein Desaster der Forschung zu werden“, der erste Band schon habe „Tausende Fehler“.

Klaus Honnef schreibt zu Andy Warhol den „Wegweiser der New Economy“

und

Hendrik Werner begründet, warum Joachim Ringelnatz, der „Wortführer der sanften Subversion“, uns „auch zu seinem 125. Geburtstag noch Einiges zu sagen hat“ – und verweist auf die div. Ausgaben, die sich bei div. Verlagen tummeln – Anlass mal für einen Sondertisch für den seefahrenden Lyriker?. (die Liste finden sie auf S. 24)

Süddeutsche Zeitung

Klar, auch die SZ schreibt über Andy Warhol und „Das Erbe des Pop“

Kritisch: Axel Rühle geht dem „Prinzip Taschen“ und der Frage nach „Wer hat den Schwersten? Warum Bildbände immer größer werden“. Erkenntnis „Solche Bücher werden nicht gemacht für kleine Büros“. Schließlich „spricht der Verlag seine Kundschaft längst da gezielt an, wo er sie vermutet: In Oldtimergeschäften und Juweliersalons“.

Michael Angele lobt Christian Zehnder, der mit „Gustavs Traum“ eine „kunstvolle Erzählung aus dem Geist des Ästhetizismus“ (Ammann) geschrieben habe.

Thomas Speckmann weckt Interesse an den immer wieder gemachten politischen und militärischen Fehlern:, sichtlich eine spannende Lektüre „Der Krieg in der Antiken Welt“ von Harry Sidebottom (Reclam) lasse zudem „kein gutes Haar an den Ideologien“

Jean –Michael Berg „ertrinkt in einem stehenden Gewässer“ bei der Besprechung von Ricarda Junge „Eine schöne Geschichte“ (S. Fischer)
Kurz besprochen: Der „wunderschöne komponierte, facettenreiche Reisebericht“ „Großer Süden“ – eine Reise in die Antarktis (C.H.Beck) von Erik Orsenn und Isabella Autissier.

Und Tobias Lehmkuhl „schmeckt“ trotz der Kürzungen das Hörbuch Bill Buford „Hitze“, gelesen von Wiglaf Droste (Hörverlag)

Neue Zürcher Zeitung

Heute eine ganze Seite über Kinderbücher, u.a. über „Herr Grinberg & Co“ von Gila Lustiger (Bloomsbury), „Tixi Tigerhai und das Geheimnis der Osterinsel“ von Thomas Lehr (Aufbau), – über Antonie Schneider und Isabel Pin „Bananen sind krumm…“(Aufbau) und besonders gelobt: Felicitas Hoppe und Jaques Le Goff „erhellen das Mittelalter“:

Die Titel: Felicitas Hoppe: „Iwein Langritter“ (Fischer Schatzinsel) und Jaques Le Goff „Das Mittelater für Kinder (C.H. Beck) .

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