
Frankfurter Rundschau
Andreas Eckert hat sich „Schwarzes Afrika. Eine Geschichte der Sklaverei“ von Jochen Meissner, Ulrich Mücke, Klaus Weber bei C.H. Beck angesehen: „Die Nachfahren von mehr als zehn Millionen unfreiwilligen Migranten aus Afrika leiden häufig noch immer unter dem Stigma der sklavischen Abhängigkeit, das zum Beispiel durch Rassismus, Armut und begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten aufrechterhalten wird.“
Annotation
Hiromi Kawakami „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ (Hanser).
Das ist doch mal eine Idee: Stephan Hormes und Silke Peust haben im kleinen Lübecker Verlag Kalimedia einen „Atlas der wahren Namen“ veröffentlicht, ein etymologisches Kartenwerk, das 1500 ursprüngliche Orts-, Landschafts- und Flüssenamen zeigt. Wetten, dass Sie sich überhaupt nicht zurechtfinden, wenn Sie „Sumpfstadt“ statt Berlin (berl=Sumpf im Altpolabischen) eingetragen finden. Oder „Dunkelwasserburg“ statt Cardiff…
10 Fragen an Frédéric Beigbeder gibt es auf der letzten Seite (Interview Harry Nutt). Schließlich startet in dieser Woche Jan Kounens Verfilmung von „Neununddreißigneunzig“.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gisa Funk hat die neue Joyce Carol Oates „Du fehlst“ (S. Fischer) gelesen: „Doch was zunächst rasant wie ein Krimi mit tragischem Unterton beginnt, verschlappt … allzu bald zur gutgemeinten Erbauungsliteratur…“
DIE WELT
Auch heute hier nichts für uns – dafür ein sehr lesenswerter Artikel von Friedenspreisträger Wolf Lepenies, warum in China Dutzende Goldmedaillen die Unterdrückung intellektueller Kritik nicht aufwiegen können: „Vielleicht gelingt es der chinesischen Führung, während der Olympischen Spiele Blau an den Himmel über Peking zu befehlen… Der Ansehensverlust, den das Land durch die verschärfte Unterdrückung heimischer Kritiker erfährt, wird dadurch nicht zu kompensieren sein.“
Süddeutsche Zeitung
Auch die SZ hat sich mit Herrn Beigbeder verabredet (und umgeht die permanente Falschschreibung des Titels wie in der FR einfach dadurch, dass sie die Zahl „39,90“ einsetzt) und mit ihm über den Filmstart geplaudert. Warum hat er nicht selbst Regie geführt: „… das heißt: Zwei Jahre lang früh aufstehen. Das kann ich mir nicht mal vorstellen.“
Steffen Martus rezensiert Arno Orzesseks Roman „Drei Schritte von der Herrlichkeit“ (Steidl): „Zu oft bügelt er jedoch das Leben seiner Figuren gnadenlos platt durch deren Dampfplauderei und einen Erzähler, der zu viel erklärt und einfach zu wenig erzählt.“
Ulrich Baron hat Majgull Axelssons „Die ich nie war“ (C. Bertelsmann) gelesen und Iris Hanika erinnert an den kürzlich verstorbenen Randy Pausch [mehr…]. „Die Lehre meines Lebens“, ([C. Bertelsmann).