„At Simon & Schuster, we are excited by how many Kindle books we’re selling …“, sagt Carolyn Reidy, Präsidentin und CEO von Simon & Schuster www.simonsays.com, einem der traditionsreichen amerikanischen Verlagshäuser mit einem Vollprogramm, die heute zur CBS Corporation gehören. Und begründet damit Simon & Schuster’s Schritt dieses Jahr weitere 5000 Bücher für das E-Book Lesegerät Kindle des Webwarenhauses Amazon www.amazon.com verfügbar zu machen. Simon & Schuster verdoppelt damit die Zahl seiner via Kindle zugänglichen Bücher und wird die Digitaliserung der Bände sicherlich nicht dem Kindle vorbehalten.
Gut 125 000 Bücher sollen, laut Amazon Chef Jeff Bezos bereits für das Kindle zur Verfügung stehen und während er sich weiter in Schweigen darüber hüllt, wieviele Kindles seit dem Start im November 2007 verkauft wurden (BuchMarkt online berichtete in Deutschland als erster darüber [mehr…]), ist nun auch offiziell der Preis fürs Kindle von 399,- US auf 359,- US Dollar gesenkt worden. Rund 3200 Kunden Beurteilungen zum Kindle finden sich inzwischen auf Amazons Website, die Lieferbarkeit scheint ebenfalls sichergestellt zu sein, doch ganz ohne Kritik ist der E-Book Reader, trotz der massiven Kampagne, auch in den USA nicht davon gekommen. So wusste der bekannte SF-Autor William Gibson zum Beispiel gar nichts davon, dass sein neues Buch Spook Country auch fürs Kindle verfügbar ist und der Autor Cory Doctorow hat in seinem beliebten Blog BoingBoing www.boingboing.net unter der Überschrift „15 Things I Just Learned About The Amazon Kindle“ dem E-Book eher schlechte Noten ausgestellt.
Wie dem auch sei: Das weitere, massive Verschmelzen von Offline- und Online-Welt durch handliche, preiswerte Geräte, die Reduzierung der Übertragungskosten, die stetige Permanenz von Online-Zugängen und die erweitere Bandbreite wird einfach dafür sorgen, dass alle physikalischen Inhalte so weit wie irgendwie möglich in die Digitalität wandern bzw. zu digitalen Inhalten werden. Gerade feiert Apple den Verkauf von über 5 Milliarden Songs im iTunes Store, täglich würden über 50 000 Filme heruntergeladen oder ausgeliehen, mehr als 8 Millionen Songs sind inzwischen im Repertoire und das alles „nur“ übers Internet, begonnen vor gerade mal 5 Jahren. Wer auch immer sich dieser Tage ernsthaft mit der Digitaliserung seiner Inhalte beschäftigt, und wahrscheinlich sind das mehr Verlage, als wir ahnen, dürfte auf dem goldrichtigen Weg sein. STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de