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Bernd F. Lunkewitz gründet neuen Verlag

Wer gedacht hat, dass Bernd F. Lunkewitz nach seinem überraschenden Rückzug aus

Bernd F. Lunkewitz

dem Aufbau-Verlag [mehr…] der Verlegerei abgeschworen hätte, irrt: Der Verleger der insolventen Aufbau-Verlagsgruppe in Berlin hat gerade in Frankfurt am Main einen neuen Verlag gegründet. Der Aufbau-Verlag sei jetzt „das Eigentum einer von mir gegründeten Gesellschaft, der Alten Verlags GmbH“, sagte Lunkewitz dem SPIEGEL.

Gleichzeitig kündigte Lunkewitz an, den Aufbau-Verlag zu verkaufen, es gebe bereits Interessenten. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Bereitschaft des Insolvenzverwalters [mehr…], „die ungerechtfertigten Ansprüche auf mein Eigentum aufzugeben – wenn nicht, wird das Licht ausgemacht und dann ist Schluß“.

Der amtierenden Geschäftsführung des Aufbau-Verlags warf Lunkewitz vor, zu versuchen, „zusammen mit dem Insolvenzverwalter mir den Aufbau-Verlag wegzunehmen“ [mehr…], [mehr…]. Das werde ihr aber nicht gelingen. „Die Mannschaft hat mich verlassen“, wird Lunkewitz von der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert.

Die Geschäftsführung hatte Ende Mai Insolvenzantrag für die Verlagsgruppe wegen Überschuldung gestellt [mehr…], nachdem Lunkewitz „seine Finanzierungsbereitschaft widerrief“, wie der Insolvenzverwalter sagte. Das Insolvenzverfahren soll zum 1. September eröffnet werden. Das Herbstprogramm des Verlags soll aber wie geplant erscheinen [mehr…].

Die insolvente GmbH gehört nach Auffassung von Lunkewitz dem Bundesfinanzminister „rückwirkend seit 1991“ [mehr…]. Der für die frühere Treuhand zuständige Finanzminister weigere sich „bis heute, die Verantwortung zu übernehmen“. Da der Bundesgerichtshof aber jetzt „meine Rechtsauffassung abschließend bestätigt hat, werde ich ihn dazu zwingen“ [mehr…], [mehr…].

Ende Mai habe das Finanzministerium dies aber erneut abgelehnt und ihn auf den Rechtsweg verwiesen [mehr…]. Lunkewitz spricht von etwa 50 Millionen Euro. Dem Magazin «Focus» zufolge addiert sich die Summe allerdings zusammen mit anderen Beteiligungsgesellschaften auf insgesamt 183 Millionen Euro [mehr…]. Lunkewitz wollte sich auf dpa-Anfrage nicht näher äußern.

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