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Marie-Luise Scherer mit Italo Svevo Preis geehrt

Marie-Luise Scherer wurde soeben im Hamburger Literaturhaus mit dem diesjährigen Italo Svevo Preis geehrt. Die 69-jährige Erzählerin und Journalistin arbeitete mehr als zwanzig Jahre als Autorin für den SPIEGEL.

2004 erschien von Scherer der Prosaband „DER AKKORDEONSPIELER Wahre Geschichten aus vier Jahrzehnten“ in der von Hans Magnus Enzensberger herausgegebenen Anderen Bibliothek. 1994 wurde die in Damnatz/Wendland lebende Autorin mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.

Die Preisträgerin wurde in diesem Jahr von der Schriftstellerin Brigitte Kronauer, die von dem fünfköpfigen Kuratorium als alleinige Jurorin berufen wurde, gewählt. Zu ihrer Entscheidung für Marie-Luise Scherer sagte Brigitte Kronauer in ihrer Laudatio: „Das Zerstören allgemeiner Vereinbarungen ist eine Notwehr des Künstlers, eine Schuldigkeit gegenüber der eigenen, als zutreffender empfundenen Weltwahrnehmung. Bei Schriftstellern zugleich entscheidender Impetus für die Jagd nach dem berühmten mot juste, dem richtigeren, noch unverbrauchten Wort. Ein Gebiet, auf dem nach meiner Übersicht wohl keiner der schreibenden Zeitgenossen, wie auch natürlich auf dem der Recherche, Marie-Luise Scherer etwas vormacht.“

Der Italo Svevo Preis honoriert seit 2001 jährlich „literarische Spielarten von ästhetischem Eigensinn.“ Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr erstmals von der Nordcapital GmbH Hamburg ermöglicht.

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